Deutschland

4 Tage Intensive Kurztour auch für Einsteiger mit Fokus auf Kegelrobben und Basstölpel zur Brutsaison

Tier- und Vogelfotografie auf Helgoland – Fotoreise mit Michael Lohmann

Mitten in der Nordsee, 50 Kilometer vor der Küste Schleswig-Holsteins liegt Helgoland – Deutschlands einzige Hochseeinsel ist ein Paradies für Naturliebhaber. Hier verbringen Sie intensive Tage mit zahlreichen Tierbeobachtungen, viel Zeit zum Fotografieren und ausführlichen Bildbesprechungen.

Kleine Insel – große Tierwelt

An den roten Vogelfelsen der Insel brüten Trottellummen, Dreizehenmöwen und Basstölpel sowie einige Paare Eissturmvögel und Tordalken. Insbesondere die Basstölpel sind eine der Hauptattraktionen für Fotografen. Ihre hoch oben am Felsen gelegenen Brutplätze machen sie zu eindrucksvollen Fotomotiven. Auf der Nachbarinsel Düne sind Kegelrobben und Seehunde die Stars. Sie sammeln sich im Frühjahr in großen Gruppen entlang der Strände, um den Fellwechsel abzuwarten. Helgoland ist außerdem Rastplatz für zahlreiche Zugvogelarten auf dem Weg in die nördlichen Brutgebiete und auch See- und Watvögel wie Austernfischer, Sandregenpfeifer, Heringsmöwen, Brandseeschwalben oder Eiderenten werden regelmäßig gesichtet.

Fotoreise zum Kennenlernen

Die Fotoreise ist perfekt geeignet, sich mit Unterstützung durch den erfahrenen Naturfotografen Michael Lohmann mit dem Thema Fotoreisen vertraut zu machen, beispielsweise mit dem Einsatz von längeren Brennweiten zu spielen – das kann sich später auf einer Safarireise in Afrika auszahlen! Aber auch erfahrene Fotografen schätzen Helgoland als erstklassiges Ziel für Naturfotografie – an der Brutkolonie der Basstölpel zum Beispiel lassen sich fantastische Flugaufnahmen machen, aber auch Bilder vom Nestbau, von der im April häufig stattfindenden Balz oder von der gegenseitigen Gefiederpflege.

  • Intensive Tierfotografie auf Deutschlands einziger Hochseeinsel
  • Seehunde, Kegelrobben, See-, Wat- und Zugvögel fotografieren
  • Brutsaison am Vogelfelsen

Teilnehmer: 8 – 12

TerminPreis
30.04.2020–03.05.2020690 EUR
03.09.2019
  • Am Strand findet man sowohl Kegelrobben als auch Seehunde

  • In der Basstölpel-Kolonie

  • Die Anreise erfolgt bequem mit dem Katamaran ab Hamburg

  • Am Strand findet man sowohl Kegelrobben als auch Seehunde

  • Bis auf wenige Zentimeter kann man sich den Tölpeln am Vogelfelsen nähern

  • Im Hotel Helgoländer Klassik ist alles im Stil der 60er eingerichtet

  • Am Vogelfelsten ist jeder Fleck besetzt

  • Lummen brüten in den unteren Schichten der Vogelfelsen

  • In der Basstölpel-Kolonie

  • Die scheuen Austernfischer sieht man häufig

  • Junger Seehund am Strand von Düne, Helgoland

  • Die Sonne lässt das rote Gestein leuchten

  • In der Basstölpel-Kolonie

  • Die „lange Anna“ ist ein Wahrzeichen Helgolands

  • Traumhaftes Abendlicht – ruhender Basstölpel

  • Auch das letzte Licht nutzen: Fotografen in Helgoland

Fotografie intensiv auf Helgoland

von Livia Sloma

Vier Tage Robben und Seevögel auf Helgoland fotografieren, vier Tage Inselleben mitten in der Nordsee – das klang sehr vielversprechend. Schon die Anreise mit dem Katamaran die Elbe hinab ist traumhaft schön und hilft beim Herausfinden aus dem Alltag.

Am frühen Nachmittag treffen wir uns das erste Mal im Seminarraum des Hotels. Unser Fotoreiseleiter Michael Lohmann entführt uns in die Grundlagen der Vogelfotografie und gibt einen ersten Ausblick, wohin es in den nächsten Tagen gehen könnte – bis hin zur abstrakten Fotografie und Wischeffekten.

Den Abend verbringen wir am Vogelfelsen. Der Himmel ist bedeckt, das Licht noch nicht überzeugend und der Wind pfeift ordentlich, aber die Nähe zu den Tieren entschädigt für alles. Während sich die Lummen eher in den unteren Schichten der gigantischen Sandsteinwände in den Fels krallen, hocken die Basstölpel praktisch auf dem Weg – nur ein dünner Drahtzaun trennt Menschen und Vögel. Traumhafte Tierportraits sind möglich – und das ganz bequem im Sitzen.

Am nächsten Morgen nehmen wir die kleine Fähre hinüber zur Nachbarinsel Düne. Sie hält, was der Name verspricht: Düne ist eigentlich nur eine große Sandbank mitten im Meer. Ein paar knallig bunte Ferienhütten (so früh in der Saison noch unbewohnt), hohes Gras und weite, breite Strände sind der Lebensraum für Kegelrobben, Seehunde und Heringsmöwen. Maximal auf 30 Meter darf man sich den Robben nähern – eine tolle Entfernung, um sowohl Portraits zu fotografieren als auch das teils träge, teils recht aktive Treiben in den Kolonien zu beobachten und im Bild festzuhalten. Der Himmel ist immer noch bedeckt – so können wir bis in die sonst grellen Mittagsstunden fotografieren. Michael gibt viel individuelle Unterstützung für alle, die es möchten, viele ziehen aber auch ganz allein um die Insel.

Aber auch nur zu sitzen und zu schauen macht unheimlich viel Freude. Im April sind die Robben im Fellwechsel und bleiben daher gern an Land – nur jetzt sind sie in so großer Zahl an den Stränden von Düne anzutreffen (etwa 400 Kegelrobben und 150 Seehunde). Die älteren Tiere liegen meist faul im Sand, aber die Youngster messen immer mal wieder spielerisch ihre Kräfte in den flachen Wassern der Uferbereiche.

In den inneren Bereichen der Insel ruhen sich hunderte Heringsmöwen aus und sind hübsche Farbtupfer im grau-beige-grün der Dünenvegetation. Und wer genau hinschaut, findet erstaunlich viele weitere Vögel: Von verschiedenen Singvögeln, die hier während des Vogelzuges eine Pause einlegen, bis hin zu Austernfischern, Eiderenten und Brandseeschwalben.

Gegen Nachmittag kehren wir von Düne zurück nach Helgoland und widmen uns in einer sehr intensiven Bildbesprechung den Ergebnissen des letzten Abends und des Vormittages. Wir schauen nach der technischen Umsetzung, aber vor allem auch nach Bildaufbau, Ausschnittwahl und Bildwirkung. Jeder Teilnehmer wird genau da abgeholt, wo er vom Wissen her steht und bekommt individuelle Tipps und teilweise auch kleine „Hausaufgaben“ für den nächsten Tag mit auf den Weg. Nie hätte ich gedacht, dass man in so kurzer Zeit so viel lernen kann und bin begeistert von und sehr stolz auf meine eigenen Fortschritte.

Das Wetter bleibt die ganze Tour durchwachsen – Sonnenstunden und bedeckte Zeiten wechseln sich ab, April eben. Vormittags fotografieren wir bei den Robben, abends am Vogelfelsen, dazwischen widmen wir uns den Bildbesprechungen. Und am letzten Abend bekommen wir endlich, worauf wir die ganze Zeit sehnsüchtig gewartet haben: einen fantastischen Sonnenuntergang am Vogelfelsen, der den roten Sandstein glühen lässt und traumhaft goldenes Licht ins Gefieder der Basstölpel zaubert.