Russland – Kamtschatka

15 Tage Fotoreise mit Thorsten Milse

Kamtschatka at its best

Für diese nie dagewesene Foto- und Naturreise nach Kamtschatka haben wir das Hauptaugenmerk auf die beiden großen Seen der Halbinsel ausgerichtet. Im wahrsten Sinne des Wortes liegt der Fokus auf der Bärenfotografie am Kurilensee im Süden und dem gigantischen Kronotsky-See.

Eldorado für Naturfotografen

Mit einer der größten Braunbärenpopulationen der Welt bietet Kamtschatka speziell für Fotografen ein wahnsinnig spannendes Spielfeld. Neben den Bären gelingt vielleicht auch die Sichtung der Stellerschen Riesenseeadler oder aber auch von Grauwalen und Orcas an der Pazifikküste.

Hubschrauberflüge zu den Vulkanen

Neben den beiden Hotspots für Bärensichtungen besuchen Sie auch das legendäre Tal der Geysire, die gewaltige Caldera Uson sowie die bekannten Vulkane Goreli und Mutnowski. Auf etlichen Hubschrauberpassagen erleben Sie die gewaltigen Dimensionen Kamtschatkas aus der Vogelperspektive. Diese DIAMIR-Fotoreise ist das bis dato ultimativste Reiseerlebnis, welches je für Kamtschatka aufgelegt wurde. Vielleicht sind Sie dabei?

  • Mit Thorsten Milse zu den Bären Kamtschatkas
  • Per Hubschrauber zu den besten Fotospots
  • Kamtschatka-Braunbären, Stellersche Riesenseeadler, Lachse und Vogelkolonien
  • Ausflüge auf den Seen (mit Motorbooten) sind inklusive
  • Vulkane Goreli und Mutnowski per Hubschrauberflug entdecken

Teilnehmer: 6 – 10

TerminPreis
27.08.2019–10.09.20199390 EUR
02.09.2020–16.09.202014190 EUR
12.12.2018
  • Reiseleiterin Alla Ganster

  • Reiseleiterin Alla Ganster

  • Reiseleiterin Alla Ganster

  • Reiseleiterin Alla Ganster

  • Einsamer Bär in weiter Herbsttundra

  • Bär im Fluß aus Drohnenperspektive

  • Lager Istok aus Drohnenperspektive

  • Lager Istok aus Drohnenperspektive

  • Vulkankette und Hochtundra

  • Seepanorama

  • Kronotsky-See und Vulkan

  • Kronotsky – größter See Kamtschatkas

  • Kronotsky-See und Vulkan

  • Kronotsky-See und Vulkan

  • Bär am Seeufer

  • Vulkan Kronotsky mit Ufo-Wolke

  • Blick zum Hubschrauber zur Pyramide des Kronotsky

  • Lager Istok am Kronotsky-See

  • Vulkan Kronotsky

  • Vulkan Kronotsky mit Ufo-Wolke

  • Kronotsky-Fluss zum Pazifik hin

  • Bärenspuren am Ufer

  • Fuchs in der Tundra

  • Bären im Fluss beim Fischfang

  • Vulkan Kronotsky und Vogelschwarm

  • Fuchs in der Tundra

  • Aerodrom-Lodge

  • Bär am Fluss Kronotsky-See

  • Einzigartiger Vulkan Kronotsky vom gleichnamigen See

  • Abendstimmung am Kronotsky-See

  • Aerodrom-Lodge

Am magischen Kronotsky-See

von Alla Ganster

Hallo liebe DIAMIR-Gäste,

Mein Name ist Alla Ganster-Kuznetsova. Seit vielen Jahren bin ich für DIAMIR Erlebnisreisen als Reiseleiterin auf Kamtschatka im Einsatz. Ich bin auf Kamtschatka geboren und aufgewachsen. Ich verbringe mehr Zeit in der Wildnis Kamtschatkas als in der Stadt und kenne mittlerweile jede Ecke meiner Halbinsel. Dachte ich bisher! Dass ich in meiner Heimat noch mit atemberaubenden Aussichten überrascht werden könnte, hätte ich nie geglaubt. Nun, ich täuschte mich gewaltig…

In Rahmen einer wissenschaftlichen Expedition mit Forschern des Kronotsky-Naturreservats durfte ich im Oktober 2018 zum selten besuchten Kronotsky-See mitfliegen und mir dabei ein Bild vom größten See der Halbinsel machen.

Der Flug dorthin dauert ca. 1,5 Stunden, je nachdem welche Route die Piloten wählen. Entweder an der Ostküste entlang, direkt an der unberührten Pazifikküste oder die Route vorbei an den aktiven Vulkanen des Nordens. Wir haben Glück gehabt und auf dem Hinflug die Permafrost-Tundra an der Küste bei herrlichem Sonnenuntergang gesehen und vier Tage später die rauchenden Vulkane Karimsky und Awatschinski beobachten können. Allein das ist unschlagbar gut.

Während die Forscher ihrer Arbeit am Kronotsky-See nachgingen und eine ganz seltene Lachsforellenart untersuchten, habe ich mir das Lager „Istok“ sowie die Umgebung rund um das Lager angeschaut. Drei Hütten befinden sich direkt am Ufer des Flusses Kronotskaya, dem einzigen Abfluss des Sees in idyllischer Lage. Das erste, was mir auffiel: die Ruhe! Diese ganz besondere Stille! Ein Umstand, der heute sogar auf Kamtschatka nicht mehr selbstverständlich ist.

Es gibt hier keinen Hubschrauberverkehr, keine anderen Touristen… ich fühlte mich wie die allererste Entdeckerin, alleine inmitten der Wildnis.

Ich war auch erstaunt über den gewissen Grad an Komfort, wie beispielsweise den der geheizten Holzhütte mit Wasserleitung, Strom und sogar einer Banya (russische Sauna), die sorgfältig vom Chef des Lagers Timofey für uns angeheizt wurde. Beeindruckend.

Übrigens Timofey ist der Neffe des berühmten Seglers Födor Konükhof (Fjodor Filippowitsch Konjuchow), der hier am Kronotsky-See sein Fernweh zu heilen versucht.

Am nächsten Tag fuhr Timofey mit mir in seinem Boot rund um den Kronotsky-See und erst dann habe ich es realisiert, wie gigantisch der See ist. Der Kurilensee kam mir schon immer groß vor, aber diese Dimensionen dort waren schier nicht zu fassen.

Vier Stunden haben wir gebraucht um den See einigermaßen abzufahren. Pausen halfen mir, die Größe und die damit völlig verschiedenen Perspektiven zu begreifen.

Verteilt über den See befinden sich zahlreiche kleine Inseln, die ihn wie eine Perlenkette schmücken. Doch diese sind nicht unbewohnt…als ich an einer diesen Inseln ans Land gehen wollte, um ein besseres Bild des prachtvollen Vulkans Kronotsky zu schießen, warnte mich Timofey und zeigte mir den Bär, der uns von der Insel aus schon witternd beobachtete… den Versuch, dort ans Land zu gehen haben wir schließlich aufgegeben und sind weitergefahren. Der See ist umgeben von mächtigen Vulkanen, jedoch ist die Pyramide des Kronotsky von triumphaler Dominanz.

Das einzige Lager am See Namens „Istok“ befindet sich etwa 40 km entfernt von der Pazifischen Küste und quasi unmittelbar an der Mündung des Flusses Kronotskaya.

Zu Sowjetzeiten sind in der flachen Tundra kleine Flugzeuge gelandet, um die Geologen zu versorgen. Vor einigen Jahren wurde dort dann die Lodge errichtet. Drei schöne Holzhütten bieten uns genug Platz. Und es gibt hier eine Sauna und eine Dusche.

Vom Lager „Istok“ sind wir 28 km zu Fuß zum Lager „Aerodrom“ marschiert. Der Pfad führte uns durch Steinbirkenwälder und Tundra-Gestrüpp. Unterwegs beobachteten wir immer wieder Bären, Füchse und Elche. Im Lager „Aerodrom“ angekommen, richteten wir uns erst einmal ein und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor, an dem uns ein Boot die Kronotskaya hinab zum Pazifik bringen sollte.

Als ich um 6 Uhr morgens aufstand und vor die Hütte trat, konnte ich in ca. 50 m Entfernung zehn Braunbären beobachten. Aleksey kam hinzu und hatte durch sein Fernglas eine dramatische Szene erfasst. Zwei ausgewachsene Wölfe hatten an der Waldgrenze eine Bärenmutter mit ihren beiden Jungen in eine Sackgasse getrieben. Das ist Wildnis pur – oftmals eben schonungslos und brutal.

Das Erlebnis während der Bootstour zum Pazifik übertraf nochmal alles bisher erlebte. Eine Szenerie mit 8 Vulkanen, Braunbären rechts und links am Flussufer, Bären im Wasser Fische fangend – bei Bär Nr. 35 hörte ich auf zu zählen. Über uns im kühlen Herbsthimmel kreisten Riesenseeadler und alles umgeben von sieben Vulkanen und dem Wächter Kronotsky. Ich muss schnell alles niederschreiben, um mich später vor lauter glücklichem und überwältigendem Gedankenchaos an alles erinnern zu können. Zurück im Lager noch eine weitere Überraschung: ca. 300 Meter entfernt vom Lager sahen wir vier Nordrentiere, deren Population nach 2016 durch den Ausbruch vom Vulkan Kizimen stark dezimiert wurde.

Überglücklich und stolz verließen wir mit unserem MI8-Hubschrauber diesen tollen Landstrich und genossen auf dem Rückweg einmal mehr die Parade der Vulkane.

Fazit: Das Kronotsky-Gebiet ist für Kamtschatka-Wiederholungsbesucher und Entdeckerseelen gleichermaßen bestens geeignet. Das Abenteuer ist definitiv exklusiv, da in beiden Lagern insgesamt nur eine Gruppe untergebracht werden kann. Es gibt weder am See noch im Lager „Aerodrom“ Tages- oder Trekkingtouristen. Das Gebiet ist nur mit dem Hubschrauber erreichbar und durch begrenzte bzw. streng regulierte Genehmigung wenig besucht. Die Zwischenlandungen im berühmten Tal der Geysire und in der Caldera Uson machen solch eine Tour zu einem herausragenden Erlebnis, wo sich Kamtschatkas schönste Seite in einer Tour bündelt.

Herzliche Grüße, Ihre Alla Ganster-Kuznetsova

24.09.2018
  • Abendstimmung in unserem Camp an der Westküste des Kurilensees

Ein Wort zur Fotoreise Kamtschatka

von Familie Hiller

Die sehr gelungene Zusammenstellung der Tour hat es uns ermöglicht, diese einmalige Region, insbesondere Fauna, Flora und Landschaft, intensiv zu erleben und parallel hierzu ausgiebig an einmaligen Stellen ungestört zu fotografieren. Die Organisation war von Anfang bis zum Ende perfekt.

Insbesondere muss dabei Alla Ganster und ihr gesamtes Team genannt werden. Von vielen Reisen wissen wir, dass Reiseleiter oftmals sehr gute Botschafter ihres Landes oder ihrer Region sind, aber Alla hat sie alle übertroffen. Die Organisation von Reisen in Regionen ohne nahezu jeglicher Infrastruktur und unter sehr unsicheren klimatischen Bedingungen ist eine große Herausforderung. Mit welch hoher Professionalität und welchem Einsatz Alla und ihr Team diese gemeistert haben, ist beeindruckend. In dem Bemühen, der Gruppe möglichst alle Wünsche zu erfüllen hat sie nur witterungsbedingte Hindernisse gelten lassen. Alle anderen wurden von ihr mit viel persönlichem Einsatz und Organisationstalent zu überwinden gewusst. Hierdurch hat sie ein Programm zusammengestellt, das alle Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Allas persönliche Vernetzung in ihrer Heimat hat uns viele Möglichkeiten eröffnet, die uns sonst verschlossen geblieben wären. Auf ihre Einschätzung, welche spontanen Programmveränderungen sinnvoll sind, konnte man sich immer verlassen, auch wenn man dies manchmal erst im Nachhinein realisiert hat.
Den hohen Anspruch an sich selbst, den „Spirit“ hat sie auf ihr ganzes Team übertragen: Angefangen von ihrem Vertreter Sergey, der uns behütet hat wie seinen Augapfel, über unsere Köchin Tonja, die unter widrigsten Verhältnissen und eigener Krankheit zum Trotz immer leckere Mahlzeiten gezaubert hat, bis hin zu unserem Fahrer, der das (für uns) bequeme 12-Tonnen Gefährt sicher durch Geröll, Schutt und Eisfelder manövriert hat. Wir haben eine Vielzahl unvergesslicher Eindrücke von Kamtschatka erhalten. Dazu zählt auch zwangsläufig das Zelten bei -5°C am Kurilensee oder das Abbrechen der Zelte am Fuße des Vulkans Gorely im heftigsten Sturm. Der hierdurch „verlorene“ Tag wurde durch die Erkundung des Tals der Geysire und der Caldera Uzon mehr als wettgemacht.

Wir würden uns jederzeit wieder bevorzugt der Organisation und Betreuung von Allas Team anvertrauen, sollten wir einmal wieder die Möglichkeit haben, noch weitere Eindrücke von Kamtschatka sammeln zu können. Denn in 14 Tagen kann selbst Alla nicht alles abdecken, was diese vielfältige Region zu bieten hat.

Zum Schluss: Nichts ist nicht so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte:

Das Art-Hotel in Elisovo ist zwar völlig in Ordnung, aber geprägt vom Charme eines Ostblock-Hotels der 80er. Wir mussten die zusätzliche Übernachtung in einem Gästehaus verbringen, das zwar die Bäder im Gang hatte, aber von einem besonderen persönlichen Flair und Service geprägt war, der dieses Manko weit mehr als wettgemacht hat. Man fühlte sich als persönlicher Gast der Familie. Zudem standen hier auch ein adäquater Gruppenraum bzw. eine Gästeküche zur Verfügung. Die Teilnehmer aus unserer Gruppe hätten diese Unterkunft dem Hotel auf jeden Fall vorgezogen.

Die Zelte sind zwar als 2-Mann Zelte ausgewiesen, wenn sie aber zu zweit belegt werden, passen gerade die Iso-Matten hinein. Das gesamte Gepäck muss in den kleinen Vorraum. Man kommt dann nur aus dem Zelt, wenn man über das Gepäck klettert und bangt um die sichere trockene Aufbewahrung insbesondere der Fotoausrüstung. Größere Zelte bei Doppelbelegung würden den Komfort erheblich erhöhen und das nächtliche Unfallrisiko verringern.

Die Empfehlung, Müsli Riegel mitzunehmen, ist bei der exzellenten Verpflegung durch die Köchin fast schon überflüssig.

Alles in Allem war es eine fantastische Tour, die uns lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit besten Grüßen aus Detmold

Ihre Christiane und Wolfgang Hiller