Myanmar

21 Tage In kleiner Gruppe gemeinsam unterwegs mit Gleichgesinnten auf spannender Fotoreise mit Michael Lohmann

Zwischen Tradition und Aufbruch im Land der goldenen Pagoden

Entdecken Sie ein Land mit einem Herz aus Gold: Nach jahrzehntelanger Isolation öffnet sich das sehr ursprüngliche Myanmar und lädt seine Gäste zum Staunen ein. Heimkehrende Reisende berichten mit leuchtenden Augen von freundlichen, offenen Menschen, von goldenen Pagoden und farbenfrohen Dörfern, von wunderschönen Landschaften, begeisternden Zeugnissen einer reichen Geschichte und magischen Lichtstimmungen.

Fotoreise durch Burma, das Land der goldenen Pagoden

Der Buddhismus prägt das Leben der Burmesen. Die Intensität, mit der die Religion hier den Alltag bestimmt, schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Erkunden Sie Myanmars goldene Seele auf dieser außergewöhnlichen Fotoreise und halten Sie intensive Momente im Bild fest: den Glanz der Tempel, die roten Gewänder der Mönche, das Strahlen in den Gesichtern der Menschen …

Die schönsten Fotomotive Myanmars

Fotografische Streifzüge zur Zeit der besten Lichtverhältnisse bringen Ihnen nicht nur einzigartige Bilder von der berühmten Shwedagon-Pagode, vom Goldenen Felsen und der prächtigen Baukunst in Bagan ein, sondern auch besondere Aufnahmen von stillen Bootsfahrten, schwimmenden Märkten, der Arbeit der Handwerker und dem täglichen Leben in den kleinen Dörfern am Inle-See.

Diese Reise ist auch als 17-Tage-Variante ohne Verlängerung in Mrauk U buchbar.

Ihre Fotoreiseleitung

Der erfahrene Natur- und Reisefotograf Michael Lohmann steht Ihnen auf dieser Reise mit Rat und Tat zur Seite. Seit er im zarten Alter von zehn Jahren seine erste Kamera erhielt, ist diese von seiner Seite nicht mehr wegzudenken. Er war in den Safarigebieten Afrikas ebenso unterwegs wie in den Polarregionen, hat die Stämme im Hochland von Papua-Neuguinea besucht und war zu Gast bei den Inuit in Grönland. Als Präsident der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen hat Michael Lohmann sich viele Jahre täglich mit Aspekten kreativer Naturfotografie beschäftigt. Seine Bilder, die er regelmäßig in Ausstellungen zeigt, spannen den Bogen von der Dokumentation zur Abstraktion, von der Realität zur Träumerei – freuen Sie sich auf intensives Fotografieren, wertvolle Tipps und Anregungen sowie angeregte Bilddiskussionen! Ein umfangreicher Bildband mit Impressionen aus Myanmar gibt Ihnen erste Eindrücke von diesem Land mit einem Herzen aus Gold. Mehr Informationen über Michael Lohmann finden Sie unter www.ma-mo.com.

  • Lichtoptimierte Tagesabläufe – zur richtigen Zeit vor Ort
  • Viel Zeit und Freiraum zum Fotografieren
  • Flexibles Reagieren auf spannende Licht- und Fotosituationen
  • Intensive fotografische Betreuung und gemeinsame Bildbesprechungen
  • Goldene Shwedagon-Pagode bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang
  • Bootsausflüge auf dem Inle-See – Einbeinruderer und schwimmende Gärten
  • Bagan: größtes buddhistisches Pagodenfeld der Welt
  • Einzigartige Königsstadt Mrauk U in West-Myanmar

Teilnehmer: 4 – 10

TerminPreis
09.01.2020–29.01.20206580 EUR
25.03.2019
  • Wanddekoration in einem Tempel in Myanmar

  • die strahlend weiße Hsinbyume-Pagode im Sonnenschein in Mingun

  • Kinder beim Besuch der Hsinbyume-Pagode in Mingun

  • Stimmungsvoller Lichteinfall in einem Teakholztempel bei Mandalay

  • Sonnenuntergang über der langen Teakholzbrücke von U Bein in Myanmar

  • Blühender Lotus

  • Blatt des Betelpfeffers zur Vorbereitung der Betelnuss zum Kauen

  • Die mächtige Shwezigon-Pyramite strahlt golden im Sonnenlicht.

  • Mönche auf der U-Bein-Brücke

  • Sonnenuntergang am Strand von Ngapali

  • Am Strand von Ngapali

Entdecken, Erleben und Genießen mit der Kamera – Unsere Fotoreise nach Myanmar

von André Ulbrich

Hallo liebe Reisegäste,

anbei ein Link zur Website einer Teilnehmerin unserer Fotoreise 2018 mit wunderbaren detaillierten Informationen und Bildern. Wir freuen uns sehr, dass unser Reiseleiter Michael Lohmann diese Reise 2020 auch wieder führen wird. Freuen Sie sich auf ein spannendes Land, eine super Vorortagentur, einen zusätzlichen, sehr versierten Reiseleiter im Land, tolle Hotels und natürlich vor allem ein bestens optimiertes Routing, nachdem die Tour dreimal sehr erfolgreich gelaufen ist. Haben Sie Lust auf diese Reise?

Mit Fernweh im Blut

Ihr André Ulbrich

27.12.2018
  • Monduntergang über der Shwedagon-Pagode

  • Sonnenaufgang über Mrauk U

  • Ballons über Bagan

  • Nyaung U: Eingang zur Pagode

  • Bagan: Pagode bei Dorf Minnanthu

  • Bagan: Pagode in der blauen Stunde

  • Buddhas im Pagodenfeld

  • Alte Pagoden bei Sagar am Inle-See

  • Pagodenfeld von Indein am Inle-See

  • Nampan: Junge beim Frisör

  • Inle-See: Markt in Nampan

  • Auf dem Inle-See

  • Fischer mit Reuse auf dem Inle-See

  • Schirmherstellung bei Heho

  • Im Dorf Pinnabi bei den Angehörigen der Padaung

  • Tempelfassade bei Pindaya

  • Im Gebiet der Taung Yoe

  • Maisernte im Hochland

  • Hochland bei Kalaw

  • Bago: Sein Tha Lyaung liegender Buddha

  • Besuch einer Schulklasse in Bago

  • Kyauk Hto: Fischen im Fluss

  • Nächtliche Zeremonie am Goldenen Felsen

  • Mönche am Goldenen Felsen

  • Goldener Felsen in der blauen Stunde

  • Gruppe von Nonnen im Kloster Naga bei Yangon

  • Yangon im Kloster Naga: Freiwillige bei der Hilfe im Nonnenkloster

  • In der Altstadt von Yangon

  • Shwedagon-Pagode in Yangon

  • Shwedagon-Pagode: Zeremonie mit Mönchen und Nonnen

  • Napali: Am Morgen in Jadetaw

  • Fischer am Morgen bei Jadetaw

  • Fischer am Morgen bei Jadetaw

  • Fischer am Morgen bei Jadetaw

  • Mrauk U: Dorf am Fluss Lemro

  • Frauen vom Stamm der Chin

Fotoreise im November 2018 durch Myanmar – Zwischen Tradition und Aufbruch im Land der goldenen Pagoden

von Michael Lohmann

Yangon

Schon von weitem sichtbar – dieses Jahr ist die zentrale Stupa der Shwedagon-Pagode mit Bambus eingerüstet, weil sie gesäubert und mit neuem Blattgold versehen wird. Hinter den dünnen aber stabilen Stangen sieht und hört man die Arbeiter bei ihrer Tätigkeit. Am Gerüst sind lange Seile mit buddhistischen Fahnen befestigt, die im Wind flattern. Von der zentralen Plattform der Pagode aus steigen die Gebete der Gläubigen wie auch Rauch und Duft der Räucherstäbchen nach oben in den blauen Nachmittagshimmel.

Wie so oft hat uns der erste Besuch hierher, ins spirituelle Zentrum des ganzen Landes, geführt. Die Atmosphäre ist wie immer tief beeindruckend, heilig und alltäglich zugleich. Auf der einen Seite haben sich Mönche, Nonnen und Burmesen zur Meditation hingesetzt, auf der anderen spielen die Kinder. Langsam wird es dunkel, Lichter werden angezündet, Blumensträuße geopfert, viele kleine Prozessionen erleben wir an diesem Abend.

Am nächsten Morgen besuchen wir das Kloster Naga, welches am Stadtrand liegt. Freiwillige der National League for Democracy (von Aung San Suu Kyi) helfen rund um die Gebäude der Nonnen in der Gartenarbeit und Hofpflege und mit Hilfe unseres kommunikationsfreudigen Guides Shine können wir etwas von ihren Ansichten und ihrer politischen Arbeit erfahren. Die jungen Nonnen kommen gerade vom Schulunterricht und gesellen sich interessiert dazu. Gleich wird es Mittagessen geben und wir sind eingeladen, uns im Bereich der Küche oder im Esssaal umzuschauen.

Goldener Felsen

In diesem Jahr stehen bei der Fotoreise Myanmar wieder die großen Highlights des Landes im Mittelpunkt des Programms – und ein Besuch am Goldenen Felsen ist ganz sicher eins davon. Von Yangon fahren wir einige Stunden durch fruchtbares und landwirtschaftlich stark genutztes Flachland bis zum sogenannten Basecamp. Auch wenn es inzwischen eine Seilbahn hinauf zum Goldenen Felsen gibt, ist die Fahrt auf der Pritsche eines Lastwagens immer noch die schönste Art, um vom Basecamp aus die rund 1100 Meter hoch gelegene Felskuppe zu erreichen. Am Nachmittag versammeln sich die Pilger am Felsen, vollziehen ihre Rituale, opfern Früchte, tragen auch hier ihr Blattgold auf. Bei Kerzenschein singen sie ihre Mantren teilweise bis in die Nacht. Die Atmosphäre ist gelassen, Motive gibt es tausendfach. Sowohl die Mönche wie auch die anderen Besucher sind der Fotografie gegenüber sehr aufgeschlossen, weil sie auch selber ihre Handys oder Kameras im Gewand tragen und immer wieder auch nach einem Foto mit den westlichen Besuchern fragen. Am nächsten Morgen auf dem Rückweg besuchen wir eine Kautschukplantage und bekommen den Prozess der Herstellung von Gummi gezeigt und erklärt. An einem Fluss beobachten wir, wie Seenomaden, die vorübergehend in die Stadt gekommen sind, mit ihren Netzen vom Boot aus fischen. Wir besuchen bei Bago eine Schulklasse und erleben beim Sonnenuntergang die Restaurierungsarbeiten an den Füßen eines großen liegenden Buddhas.

Heho, Pindaya, Kalaw, Inle-See

Mit dem Flieger geht es ins Hochland, schon aus der Luft sehen wir die zu dieser Jahreszeit überall blühenden schönen gelben Felder des Senfs. Es ist Erntezeit, der Kohl wird in Lastwagen abtransportiert zu den Märkten der großen Städte, Chili und Mais liegen zum Trocknen vor den Häusern. Auf einer eintägigen Wanderung kommen wir ins Gebiet der Taung Yoe und der Padang, werden in Häuser eingeladen zum Tee, erleben die Freundlichkeit der Menschen und ihr Interesse z. B. zu erfahren, wie stark denn der Buddhismus in unseren Ländern verbreitet sei.

Ein Aufenthalt am Inle-See ist immer ein absoluter Höhepunkt einer Myanmar Reise. Das Klima ist angenehm, der See voller Leben – überall wird gefischt, Wasserlilien entfalten ihre rote Pracht nur für den Vormittag, in den schwimmenden Gärten wachsen Tomaten und Gurken, auf den Märkten wird gehandelt, die alten Pagodenfelder in Indein oder Sagar berichten von vergangenen Zeiten und strahlen eine unfassbare Faszination aus.

Bagan

Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch im weitläufigen Tempelfeld von Bagan, einer historischen Köngisstadt mit über zweitausend erhaltenen Sakralgebäuden. Hier ist es heißer als im Hochland – die Region liegt in der Ebene des mehr als 2000 km langen Irrawaddy-Flusses, in der sich schon vor über 1000 Jahren die Handelswege aus China und Indien trafen, was der Region zu großem Wohlstand und entsprechender kultureller Entwicklung verhalf.

Sonnenauf- und -untergang sind die schönsten Zeiten zum Besuch an den Pagoden- und mittags ist es wunderbar im Inneren der Tempel. Viele Wandmalereien, Buddha-Statuen oder verwinkelte Gänge und Fenster überraschen den Besucher hier.

Ngapali

Die Reisetage waren äußerst gefüllt mit Erlebnissen bis hierhin und so ist es sehr erholsam, einige ruhigere Tage am schönen Strand von Ngapali verbringen zu können. Ausruhen, baden, Bootfahren – und fotografisch reizt gleichzeitig das nahe gelegene Fischerdorf Jadetaw zu einem Spaziergang am frühen Morgen: Hunderte Fischer kommen von ihrer nächtlichen Fahrt zurück, tragen ihren Fang in Körben zum Strand, verkaufen ihn dort direkt an Händler, die mit ihren Mopedanhängern in Warteposition stehen, oder trocknen ihn auf großen Planen auf dem Strand in der mittäglich heißen Sonne.

Mrauk U

Ein Teil unserer Gruppe verbringt die letzten Tage noch in einem Anschlussprogramm in Mrauk U, ebenfalls einer alten Königsstadt im Westen Myanmars, zu der man erst nach einer fünfstündigen Fahrt über den Fluss Kaladan von der Hafenstadt Sittwe aus gelangt. Hier liegen in einer schönen Hügellandschaft eine Vielzahl von Pagoden, die morgens oft mystisch von Nebel und Rauch (der Feuer in den Häusern) umgeben werden. Noch einmal für eine Tagesfahrt zum Gebiet der Chin ins Boot gestiegen, lassen sich hier auf dem Fluss Lemro Dörfer und Tätigkeiten der Menschen sehr nah und authentisch beobachten. Es wird gefischt, an den Flussufern wird Gemüse angebaut, Wasserbüffel suchen dort mittags ihre Abkühlung im nassen Element. Zu Flößen gebündelte lange Bambusstangen treiben mit ihren Verkäufern flussabwärts zu den Küstenregionen, ebenso in harter Arbeit eingesammelte große Steinkiesel. Beim Stamm der Chin war es bis vor ca 60 Jahren üblich, dass die Gesichter der jungen Frauen tätowiert wurden. Dies geschah als Initiationsritus des Übergangs in der Entwicklung vom Mädchen zur Frau, bedeutete aber auch Schmückung und Ausdruck einer sozialen Stellung. Heutzutage genießen die gesichtstätowierten älteren Damen ein hohes Ansehen, kommen doch oft Besucher in ihre Dörfer um sie treffen zu können.

Drei Wochen Myanmar, dichte Tage voller Erlebnisse in Dörfern, Städten, auf dem Wasser, in den Hügeln, im Flach- und Hochland, unfassbar freundliche Menschen, unzählbare attraktive Motive zur Fotografie – und wenn man am letzten Morgen vor der Abreise im Hotel in Yangon wach wird und aus dem Hotelfenster den blutroten Mond über der Shwedagon Pagode untergehen sieht, dann bleibt einem wirklich der Atem stehen und der Zauber dieses südostasiatischen Landes hat einen unwiderruflich in den Bann geschlagen! Im Januar 2020 wird diese Reise mit dem gleichen Programm wieder angeboten, wollen Sie Myanmar kennenlernen?

15.01.2018
  • Shwedagon-Pagode zum Vollmondfest

  • Die große goldenen Shwedagon-Pagode zum Vollmond

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest beim Weben der Gewänder

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest – Webstuhl

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest beim Umlaufen der Pagode

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest im Gebet vertieft

  • Festlichkeiten an der Shwedagon zum Vollmondfest

  • Gongschlagen an der Shwedagon zum Vollmondfest

  • An der Shwedagon zum Vollmondfest

  • Bootsfahrt im Delta des Irrawaddy im Sonnenaufgang

  • Im Irrawaddydelta

  • Kleiner Kanal im Irrawaddydelta

  • Kleiner Laden in einem kleinen Kanal im Irrawaddydelta

  • Porträt

  • Begegnung im Delta

  • Kindergruppe an einer Pagode im Irrawaddydelta

  • Morgenstimmung im Irrawaddydelta

  • In den bergen Myanmars

  • Besuch in einer Hütte in den Bergen

  • Porträt

  • Sonnenuntergang in den Bergen Myanmars

  • Blick auf die Terrasse einer Berghütte in Myanmar

  • Begegnung am Wegesrand

  • Traditionelle Art des Webens in den Bergen Myanmars

  • Frau der Chin mit Gesichtstätowierung

  • Porträt

  • Porträt

  • Frau mit Nasenflöte

  • Porträt

Von der Vollmondnacht zu den Völkern der Chin und Shan

von Michael Lohmann

Fotoreise Myanmar vom 1.– 21.11.2017

Spektakulär beginnt unsere diesjährige Myanmar-Fotoreise: Nach der Ankunft im Land morgens, einer kleinen Erholungspause im Hotel und einem ersten Orientierungsspaziergang im Zentrum der Stadt besuchen wir am späten Nachmittag die für alle Burmesen sehr bedeutsame und als spirituelles Zentrum des Landes verehrte, visuell und atmosphärisch ungeheuer beeindruckende Shwedagon Pagode. Heute ist die Nacht des November Vollmondes, die in ganz Myanmar mit einem großen Lichterfest gefeiert wird. Tausende von Menschen versammeln sich in der Pagode, vollziehen ihre spirituellen Rituale, beobachten die Frauen, die an aufgebauten Webstühlen die ganze Nacht lang im spielerischen Wettbewerb neue Tücher für Mönche und Buddha-Statuen in den Tempeln weben, strahlen im Schein von unzähligen angezündeten Lampen, die die große Stupa erleuchten, sitzen in kleinen Gruppen zusammen und essen, während die Kinder ringsherum spielen – und dürfen als einmalige Ausnahme im ganzen Jahr sogar auf der großen Plattform der Pagode übernachten. Wir sind mittendrin, lassen uns treiben, staunen, kommen immer wieder in kurze Kontakte mit den Menschen, genießen diese Stimmung einer sehr lebendig gelebten Spiritualität, wie man sie in anderen Religionen kaum erleben kann. Erst spät in der Nacht sind wir wieder im Hotel, und um vier Uhr morgens sind wir bereits zurück in der Shwedagon, denn nun beginnen einzelne Prozessionen, um zum Sonnenaufgang die neu gewebten Tücher in den Tempeln übergeben zu können. Die Räucherstäbchen duften, Töne von Gongs und Muschelhörnern schwirren durch die Luft, emsig werden kleine Plättchen aus echtem Gold auf die verehrten Buddha-Statuen und Stupas aufgebracht.

Während auf der vorjährigen Myanmar-Fotoreise 2016 die klassischen Höhepunkte des Landes (Goldener Felsen, Inle, Mandalay, Bagan) im Mittelpunkt standen und den mitreisenden Teilnehmern die Speicherkarten bis zu den Grenzen gefüllt haben, rückt auf der diesjährigen Tour auch das unbekanntere Myanmar in den Fokus des Reiseablaufs.

Schon am Nachmittag unseres zweiten Tages fahren wir aus der alten Hauptstadt nach Süden ins riesige und weitverzweigte Delta des großen Flusses Irrawaddy. Im Provinzstädtchen Pyapon übernachten wir in einem einfachen, landestypischen Gästehaus, frühstücken wie die meisten Burmesen in der Teestube und fahren dann mit einem Boot in die Flussarme des Deltas hinein. Sehr schön lässt sich so das Leben der Fischer auf dem Wasser und der in den am Ufer befindlichen kleinen Gärten arbeitenden Menschen beobachten. Nach vielen Stunden erreichen wir über immer verzweigtere kleine Kanäle unser Ziel, ein Fischerdorf am Golf von Bengalen, welches in einer verheerenden Flutkatastrophe vor einigen Jahren komplett zerstört und anschließend mit internationaler Unterstützung wieder aufgebaut wurde. Im Haus des Dorfältesten werden wir mit einem leckeren Essen bewirtet, schnell sind alle Kinder des Dorfes um uns herum und ohne viele Worte wird Freundschaft geschlossen. Beim nachfolgenden Spaziergang zum Dorftempel haben wir mindestens zwei Kinder an jeder Hand, was wir alle miteinander sehr genießen. Spät am Abend, gerade zum Sonnenuntergang, sind wir in Pyapon zurück und haben einen sehr erlebnistreichen und erfüllten Tag hinter uns.

Nach einem weiteren Aufenthalt in Yangon fliegen wir in den Osten des Landes nach Kyaingtong, welches architektonisch beeinflusst ist vom nahe gelegenen Thailand. Hier in den Tälern und Bergen des Shan-Staates, Teil des sogenannten Goldenen Dreiecks, wandern wir in den folgenden Tagen zu Dörfern verschiedener, noch sehr eigenständig lebender Volksgruppen, z.B. den Akha, den Ann, den Wa. Wir sehen sehr üppige Landschaften – teilweise werden gerade Gemüse und Bergreis geerntet – und wunderschöne alte hölzerne Klöster. In den Dörfern kommen wir einfach in Kontakt mit den dort lebenden Menschen, wir werden eingeladen auf die den Bambus- und Holzhäusern vorgelagerten Terrassen, sitzen zusammen, erfahren etwas z.B. über das Betelnusskauen, die allgegenwärtige Verwendung von Bambus oder die Gewinnung von Kautschuk, lernen zu unterscheiden, ob es ein buddhistisches, christliches oder von animistischer Religion geprägtes Dorf ist. Sehr spannend und fotografisch interessant sind für uns die Kleidung und der Schmuck der Frauen. Das hohe Ansehen von schwarz gefärbten Zähnen irritiert uns, die große Gastfreundschaft, mit der wir empfangen werden, gefällt uns sehr.

Auch in diesem Jahr stehen der Inle-See und die alte Tempelwelt von Bagan auf unserem Programm, doch hier sei nun abschließend erzählt von den letzten Reisetagen, die wir im Westen Myanmars, im touristisch sehr abgelegenen Chin-Staat verbringen. Mit Geländewagen erreichen wir rund um den Mount Victoria die kleinen Städtchen Kanpetlet und Mindat. Hier und in den umliegenden Dörfern leben noch einige, vorwiegend ältere Frauen mit Gesichtstätowierungen. Sie verkörpern ein Schönheitsideal, welches uns im Westen völlig fremd ist. Einige Tage zuvor waren wir in Loikaw zu Besuch gewesen, wo uns Fotograf Jens Uwe Parkitny in einem sehr eindrucksvollen Vortrag an Hand seiner Bilder erzählt hatte, dass die Gesichtstätowierungen als Ausdruck von sozialem Status, von Herkunft und Schönheitsbewusstsein, dem Wunsch nach spirituellem Schutz und als Zeichen dafür, den Übergang von dem einen zum anderen Lebensabschnitt, z.B. vom Mädchen zur Frau, gesehen werden sollten. Nun begegnen wir selber einigen Frauen, fragen sie mit Hilfe unseres Guides nach ihrer Lebensgeschichte, beantworten ihre Fragen nach der unsrigen und versuchen uns fotografisch im Portrait. Manche dieser Begegnungen sind unbeschreiblich und unvergesslich beeindruckend, z.B. als wir im Wohnraum von Ponee sitzen, 92 Jahre alt, 5 Kinder, 12 Enkel, sie mit ihren nachlassenden Kräften noch für uns die Nasenflöte spielt und uns nachher aus vollem Herzen anlacht.

Viele dieser berührenden Momente hat es auf dieser Reise gegeben, zu Hause werden wir uns sicher gerne daran erinnern – und die wieder bunt, abwechslungsreich und prall gefüllten Speicherplatten am Ende unserer Reisezeit werden uns dabei unterstützen!

Ich würde mich freuen, Sie auf der kommenden Fotoreise begrüßen zu können und Ihnen dieses einmalige Land näherbringen zu dürfen.

Herzliche Grüße Michael Lohmann

Karte zur Reise