Spitzbergen

8 Tage Expeditionskreuzfahrt Nordwestspitzbergen

Fotoreise ins Eisbärland

Kundenfeedback 2018: „So, die Reise ist leider vorbei, die Arbeitswelt hat uns wieder. Ich möchte mich noch einmal herzlich für die vielen schönen Impressionen mit bleibender Erinnerung bedanken. Die Reise würde ich so zusammenfassen: Wind und Wetter haben das Können der Crew ordentlich herausgefordert. Die Crew hat diese Herausforderung angenommen und in professioneller Art gemeistert. Und so kamen wir Foto-Reisenden nicht nur zu faszinierenden Beobachtungen der Tierwelt, sondern auch zu Stimmungen die alle Sinne anregen und man ins Träumen kommt. Manchmal war es richtig schwierig, sich selbst aus den Träumen zu holen und den Auslöser zu drücken. Also für mich eine äusserst gelungene Reise.“ A.T.

In Nordspitzbergen sind die Chancen besonders groß, Eisbären zu sichten. Daher besuchen Sie gezielt Orte im Norden und Westen Spitzbergens, an denen die Wahrscheinlichkeit, Eisbären zu begegnen, besonders hoch ist.

Hohe Eisklasse – maximale Sichtungschancen

Das kleine Expeditionsschiff mit hoher Eisklasse ermöglicht auch früh in der Saison die Einfahrt in die nördlichen Fjorde und ein sicheres Navigieren im Meereis, dem Lebensraum der Eisbären. Eine einmalige Gelegenheit, den König der Arktis ganz in Ruhe in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten – und die magische Stille im Packeis zu genießen!

Arktische Tierwelt „at its best“

Der Frühsommer ist nicht nur die beste Zeit, auf Eisbärensuche zu gehen – es gibt noch viel mehr zu entdecken: Rentiere weiden die ersten grünen Halme ab, riesige Kolonien von Papageitauchern, Lummen und Alken brüten auf den Vogelfelsen, Robben nutzen Eisschollen als Ruheplätze und Walrossherden wärmen sich am Strand im Schein der Mitternachtssonne. Umrahmt werden diese Szenen von schroffen Felslandschaften, verschneiten Gipfeln und beeindruckenden Gletscherkanten.

Tipps und Tricks im Fotoworkshop

Inspiration und Fotomotive sind reichlich vorhanden – im Fotokurs profitieren Sie bei Workshops und Bildbesprechungen außerdem vom reichen Erfahrungsschatz unseres Fotoreiseleiters. Neben den Kursen erhalten Sie auf Wunsch auch individuelle Betreuung und Hilfestellung – willkommen sind alle motivierten Fotografen, egal ob Anfänger oder Profi.

Komfortables Basislager

Das Schiff bietet gemütliche Kabinen und ist Ausgangspunkt für kleine Wandertouren oder Zodiactouren in geschützten Fjorden. Hier klingen die Tage bei spannenden Vorträgen, interessanten Gesprächen und einem guten Glas Wein aus.

  • Sehr gute Chancen für Eisbärensichtungen
  • Schiff mit hoher Eisklasse
  • Zodiac-Ausflüge zu Gletscherfronten und Vogelfelsen
  • Kleine Wanderungen und Erkundungen an Land
  • Auch ohne Fotokurs buchbar

Teilnehmer: 70 – 116

TerminPreis
10.06.2019–17.06.20193300 EUR
20.07.2018
  • Walross bei Poolepynten

  • Zodiactour an einer Gletscherkante

  • Die scheinbar endlosen Strände bei Poolepynten

  • Eissturmvogel

  • Lebhaftes Treiben am Vogelfelsen Alkhornet

  • Fotospielereien im Eis

  • Expeditionsguide Sandra steuert das Zodiac sicher durch das Eis

  • Walrosse ruhen gern auf Eisschollen

  • Unterwegs zum Landgang

  • Seltenes Glück: Eisbär mit frischem Fang

  • Fotospielereien im Eis

  • Fotospielereien im Eis

  • Fotospielerei mit Steinbrech

  • Lebhaftes Treiben am Vogelfelsen Alkhornet

  • Unterwegs im Meereis – endlose Formenvielfalt

  • Eisberg-Details

  • Entlang der Eiskante

  • Dickschnabellummen klammern sich an die Schneereste auf dem Brutfelsen

  • Walross bei Poolepynten

  • Fotospielereien im Eis

Spitzbergen – Fotoreise ins Eisbärland

von Bernd Nill

Ein paar Eindrücke von der Fotoreise ins Eisbärland im Juni 2018, festgehalten von unserem Fotoreiseleiter Bernd Nill.

05.10.2017
  • Die Neugierde siegt: Der Eisbär nähert sich dem Schiff

  • Mühseliger Start: Dickschnabellumme beim Abheben

  • Arktische Stille: Spiegelung an der Gletscherfront

  • Exklusiver Ruheplatz: Walross auf dem Meereis

  • Eine Frage der Perspektive: die Ortelius im Drifteis

  • Dick eingepackt auf Bilderjagd: Fotograf mit Walross

  • Relativ weit weg, aber doch ein Bär – die erste Begegnung mit dem „König der Arktis“

  • Zum Spiegeln schön: Begegnung mit der Noorderlicht

  • Dickschnabellummen beim Plausch

  • Drei Farben Blau, Weiß, Grau: auf Zodiac-Tour im Drifteis

  • Objekt der fotografischen Begierde: die ersten Blüten des Roten Steinbrech

  • Wolken- und Wassermäander in der Engelskbukta

  • Abendstimmung

  • Bärenspuren im Eis

  • Erfolgreiche Jagd: eine junge Dreizehenmöwe mit erbeutetem Polardorsch

  • Geduld zahlt sich aus – der junge Eisbär inspiziert das Schiff

  • Tiefenentspannt: Bartrobbe

  • Spitzbergen, Land des Lichts: Blick in die Ymerbukta

Im Eisbärland – eine Fotoreise nach Spitzbergen

von Sandra Petrowitz

Der Ankunftstag in Longyearbyen: kalt und grau, regnerisch und windig. Wo, bitte, geht’s hier zur Arktis? Die Tiere immerhin sind schon da – Rentiere zupfen in Flughafennähe am braunen Gras, in der Eiderentenkolonie herrscht gurrendes Treiben, die Weibchen sitzen auf hellgrünen Gelegen. Rauf aufs Schiff und ab nach Norden!

Am anderen Morgen umgibt uns das Land der spitzen Berge: Die Namensgeber, noch verschneit, hüllen sich in fotogene Wolkenumhänge, Papageitaucher und Dickschnabellummen patschen aufgeschreckt davon. In der beeindruckenden Passage durchs Sørgatt hinein in den Smeerenburgfjord hält es niemanden mehr in der Kabine – raus an Deck zum Fotografieren! Stilles Wasser, monochrome Spiegelungen, magische Stille vor der Gletscherfront – und dieses überklare Licht der hohen Breiten, ein einziges ätherisches Leuchten. Zwei Walrosse auf einer Eisscholle, an die der Kapitän die Ortelius geduldig heranführt, sodass die Stoßzahnträger nicht misstrauisch werden. Beim dritten Walross, diesmal im Meereis, gelingt das Kunststück erneut. Und dann schieben wir uns durch das Schollenlabyrinth, einen Irrgarten in Weiß, auf der Suche nach dem weißen Bären auf weißem Untergrund vor weißem Hintergrund. Klingt schwierig? Ist es auch. Aber das Team um Expeditionsleiter Rinie van Meurs findet die „Könige der Arktis“ – auf dem Meereis und auf dem Festeis im Raudfjord. Wir gucken uns die Augen aus, Ferngläser kreisen, Richtungsbeschreibungen machen die Runde, endlich hat die x-te Variante Erfolg: „Ich hab ihn! Der ist ja weit weg – wie haben die den bloß gesehen?!“ Am Nachmittag unternehmen wir eine Schlauchbootfahrt im Eis. Dickschnabellummen sitzen wie Pinguine auf ihrer Scholle, die Luft ist still, das Wasser spiegelglatt, die Eisberge unter Wasser türkisblau. Zeit wird bedeutungslos.

Die Anlandung in der Engelskbukta birgt neue Herausforderungen: Man muss sich je nach Bewegungsdrang für eine der Wandergruppen entscheiden – aber alle Gruppen bekommen fantastische Landschaften zu Gesicht. Die ersten Steinbrechblüten tupfen rotviolette Achtungszeichen zwischen die Schneefelder. Die Fotografen liegen vor Spiegelungen auf dem Bauch, bewundern die verrückten Wolkenformationen und das psychedelische Gewirr des Schmelzwassermäanders. Am Nachmittag geht’s zu den Walrossen von Sarstangen, und wir können diese urzeitlichen Kolosse an Land bestaunen. Im Kongsfjord begeistern uns Blau- und Zwergwale, die deutlich sichtbaren Gipfel der „Tre Kroner“ Nora, Svea und Dana und das erstaunlich farbenfrohe Abendlicht.

Am nächsten Morgen erwachen wir wieder im Eis, dick eingepackt in Nebelbänke. Bärenspuren auf dem Eis – und da, der Bär! Wandert er zu uns? Die Antwort erübrigt sich: Das junge Männchen kommt ganz entspannt angelaufen, betrachtet sein Spiegelbild im Wasser, überspringt Kanäle im Eis, landet auf der nächsten Scholle und liefert uns jede Menge Gelegenheit, es ausführlich zu beobachten und zu fotografieren, wie es die Ortelius neugierig aus der Nähe betrachtet – und wir betrachten den Bären. Was für eine Begegnung!

Auf dem Weg gen Süden pirschen wir uns an eine gewaltige Bartrobbe an, die auf dem Eis ruht, und vor dem Isfjord erwarten uns Blauwale, die ausnahmsweise sogar ihre Fluke zeigen. Schließlich lässt sich – auf vielfachen Wunsch der Fotogruppe – die Sonne blicken, als wir in der Ymerbukta auf Schlauchboot-Tour gehen, um die Gletscherfront zu bewundern, Prachteiderenten zu erspähen und Rentiere zu beobachten. Wie, schon vorbei? Es wird lange dauern, bis die Bilder sortiert und die schönsten Aufnahmen bearbeitet sind und wir so richtig begriffen haben, was wir alles erleben durften … Sandra Petrowitz

03.07.2015
  • Starterlaubnis erteilt: Dickschnabellummen

  • Dichter Flugverkehr am Vogelfelsen Alkefjellet

  • Weiß dominiert: Im Juni liegt noch viel Schnee

  • Panoramafahrt im Abendlicht: Berge, Gletscher, Wasser und Himmel im Raudfjord

  • Im Eis zu Hause: Ein Eisbärenmännchen

  • Engel überm Eis: Elfenbeinmöwe im Nebel

  • Ein Schiff, zwei Zodiacs, viele Vögel: die Ortelius

  • Beim Mittagessen beobachtet: Eisbär mit (mutmaßlichen) Robbenresten

  • Ein Morgen im Eis – Drifteis nördlich von Spitzbergen

  • Wo Eis ist, sind Eisbären nicht weit weg

  • Ruhender Eisbär im Packeis

  • Eisbär – im Packeis entdeckt

  • Mystische Stimmung am Vogelfelsen Alkefjellet

  • Sichtung einer Walross-Gruppe vom Strand aus

  • Wenig beeindruckt: ruhende Walrosse, Smeerenburg

  • Mitternachtssonne: Spitzbergen im Juni bedeuten 24 Stunden Tageslicht

  • Spitzbergen abstrakt: Berge, Eis und Himmel spiegeln sich in den Wellen

  • Foto-Schlauchboot: Jeder findet ein anderes spannendes Motiv

  • Landschaft wie gemalt: traumhafte Spiegelbilder in der Hinlopenstraße

  • Angelandet: Zodiacs in der Tordenskjöldbukta

  • Insel der Kontraste: grüne Tundra mit Blümchen und Wandergelegenheiten en masse

  • Neugieriger Einheimischer: Rentier

Spitzbergen – Auf der Suche nach Eisbären

von Sandra Petrowitz

Beim Eisbären-Special ist der Name Programm, und so hieß es schon kurz nach dem Start in Longyearbyen: Kurs Nord – es ging hinauf ins Eis. Auf gut 80 Grad nördlicher Breite verbrachten wir dann mehr als drei volle Tage im Pack- und Drifteis auf der Suche nach den weißen Bären. Und erlebten unvergessliche Augenblicke in der weißen Wunderwelt: Eisbären beim Schwimmen, Eisbären bei der Jagd, Eisbären beim Raufen, Eisbären interessiert näher wandernd, aber dann doch zu scheu, und neugierige junge Bären, die die Ortelius so unwiderstehlich fanden, dass sie sich das Schiff unbedingt aus der Nähe ansehen mussten. Wer versucht, aus der Klicksymphonie der Kameras die Zahl der Fotos hochzurechnen, die auf der Tour entstanden sind, erreicht schnell astronomische Zahlen …

Aber es gab natürlich noch viel mehr zu sehen als Eisbären: die Walrosse in Smeerenburg, die Tundra in der Tordenskjöldbukta mit unzähligen Makromotiven, erstaunlich vielen bunten Blumen und sehr neugierigen Rentieren – und die grandiosen Vogelklippen von Alkefjellet, wo zigtausende Dickschnabellummen ein einzigartiges optisches und akustisches Spektakel veranstalten, das wir vom Zodiac aus in besonders eindrücklicher Weise erlebt haben …

Die Fotografen haben viele Stunden an Deck verbracht, meist ganz vorn am Bug, um die minütlich wechselnden Stimmungen, das besondere Licht, die vorbeischwimmenden Vordergründe in die Bilder einzubauen. Die Fachsimpelei vom Tage setzte sich abends bei Bildbesprechungen im Vorlesungsraum der Ortelius fort, und am Ende sind alle mit jeder Menge unvergesslicher Momente und tausenden Fotos im Gepäck nach Hause zurückgeflogen. Schweren Herzens, schließlich hat Spitzbergen alle in den Bann gezogen …

Karte zur Reise