Spitzbergen • Grönland • Island

14 Tage Expeditionskreuzfahrt mit zauberhaftem Licht, spektakulärer Landschaft und guten Chancen auf Nordlichter

Herbstlicher Farbrausch in der Arktis – Fotoreise mit Michael Lohmann

Zum Ende des arktischen Sommers, wenn die Abendsonne warme Lichtstimmungen zaubert, führt diese Reise zu drei Perlen der nördlichen Polarregionen. Unterwegs stellen Fotoworkshops, Bildbesprechungen und individuelle Hilfestellungen sicher, dass Sie auch fotografisch voll auf Ihre Kosten kommen.

Raue Landschaft Westspitzbergens

Die Gipfel Spitzbergens sind vielleicht schon überzuckert vom ersten Neuschnee, wenn Sie entlang der Westküste auf die Suche nach Rentieren, Polarfüchsen, Eisbären und Walrossen gehen. Die Natur bereitet sich auf den Winter vor und es sind kaum noch Schiffe unterwegs – die perfekte Zeit für stille Stunden und kleine Ausflüge an Land.

Farbspiele und Eisberge in Ostgrönland

Von Spitzbergen führt die Reise weiter in den Franz-Joseph-Fjord an der Ostseite Grönlands, wo farbenfrohe geologische Formationen Fotomotive ohne Ende bieten. Dann wartet Europas größtes Fjordsystem – der Scoresby-Sund. Hier treffen riesige Tafeleisberge auf blutroten Sandstein, scheinen schroffe Bergspitzen den Himmel zu berühren und die Tundra – jetzt schon im bunten Herbstkleid – bietet Moschusochsen, Schneehühnern und Schneehasen Futter- und Ruheplätze. Der Kontrast aus gelbem und rotem Laub, weißen und blauen Eisbergen sowie dunklen Bergen ist vielleicht einmalig auf der Welt.

Tourausklang in Island

Schließlich nimmt das Schiff Kurs auf Nordisland. Besonders in Landnähe werden hier immer wieder Finnwale, Buckelwale, Zwergwale oder Delfine gesichtet. Das Ende der Reise in Akureyri ist perfekt für eine individuelle Verlängerung auf der „Insel aus Feuer und Eis“.

  • Drei reizvolle Regionen in einer Reise: Westspitzbergen, Ostgrönland, Island
  • Abwechslungsreiches Programm mit Zodiac-Ausflügen, kleinen Wanderungen und entspannten Seetagen
  • Walrosse, Gletscher und Geschichte auf Spitzbergen
  • Eisberge, bunte Herbstlaubfärbung und fantastische Landschaften im Scoresby-Sund
  • Auch ohne Fotokurs buchbar

Teilnehmer: 70 – 108

TerminPreis
31.08.2020–13.09.20205600 EUR
27.09.2016
  • Abendstimmung im herbstlichen Spitzbergen

  • Eisbärmutter mit Nachwuchs

  • Einer der gigantischen Eisberge im Scoresby-Sund

  • Herbstliche Tundra

  • Wanderung in der Blomsterbucht

  • Abendrot im Scoresby-Sund

  • Der kleine Ort Ittoqqortoormiit

  • Ausschau halten

  • Detailverliebtheit

  • Zodiactour am „Eisbergfriedhof“

  • Kleinere Eisberge im Abendlicht – Scoresby-Sund

  • Faszinierendes Gestein – Franz-Josef-Fjord

  • Fantastischer Herbsttag im Scoresby-Sund

Von Spitzbergen nach Ostgrönland

von Sandra Petrowitz

Zwei arktische Ziele miteinander zu verbinden, ist besonders reizvoll – mit ein bisschen Glück bekommt man das Beste aus zwei Welten: Das Eisbärland Spitzbergen ist für seinen Tierreichtum bekannt, die ostgrönländischen Fjordsysteme mit ihren steilen Felsen, riesigen Gletschern und wolkenkratzergroßen Eisbergen setzen die landschaftlichen Ausrufezeichen.

Wir hatten auf unserer Reise mit der „Plancius“ 2015 Gelegenheit, an der Nordwestecke Spitzbergens Walrosse und Eisbären zu beobachten, ehe wir uns auf den Weg nach Ostgrönland machten. Das Eis vor der grönländischen Küste erwies sich als ebenso fotogen wie hartnäckig, aber das Erlebnis Drifteis – mit fantastischem Sonnenuntergang und mystisch-nebligem Morgen – bleibt sicher jedem im Gedächtnis. Schließlich hatte sich die „Plancius“ durch das Eis gearbeitet, und uns erwarteten im Fjordinneren fantastische Anlandungen, zum Beispiel in der Blomsterbugt.

Zwar lässt sich die grandiose Landschaft und die bunte Bilderbuch-Geologie auch von Meereshöhe aus bestens bestaunen, aber ein kleiner Aufstieg verhilft zu grandiosen Ausblicken. Der Kong-Oscar-Fjord überraschte uns mit einem Wintereinbruch und Schnee, ehe uns im Scoresbysund die satten Herbstfarben der Tundra ein ums andere Mal begeisterten. Allerbestes Ostgrönlandwetter begleitete uns tiefer in das Fjordsystem hinein, aber pünktlich zur Eisberg-Cruise im Rødefjord zog der Himmel wieder zu – perfektes Licht, um die Farbnuancen im Eis zur Geltung zu bringen.

Frühaufsteher kamen in den Genuss magischer Morgenstimmungen, und diejenigen, die abends aufblieben, konnten schließlich die Eisberge des Scoresbysundes als dunkle, fantasievoll geformte Silhouetten vor einem intensiv orangefarbenen Abendhimmel immer kleiner werden sehen …

03.07.2013
  • Wanderung zu einem Gipfel in Nordspitzbergen

  • Kleiner Krabbentaucher

  • Traumhafter Ankerplatz

  • Gigantische Gletscher in Nordwest-Spitzbergen

  • Zodiac mit Kurs auf Schiff

  • Bartrobbe auf einer Eisscholle

  • Fotografieren bei den Walrossen

  • Walrosse

  • Verschneite Berglandschaft

  • Mitternachtssonne an der Küste Westspitzbergens

  • Ortelius-Heck mit Zodiac

  • Fotograf im Packeis

Spitzbergen – Der Reiz einer Expeditionskreuzfahrt

von Sylvia Wesser

8 Tage Expeditionskreuzfahrt Nordspitzbergen vom 17.06. – 24.06.2013

Anfang Juni führte mich eine Expeditionskreuzfahrt mit der m/s Ortelius nach Spitzbergen. Der Reiz einer Expeditionskreuzfahrt?

Neben der einmaligen Naturkulisse ist so eine Reise quasi unplanbar, absolut flexibel und offen für jegliche Veränderung des angedachten Programmes – in Abhängigkeit der Wetterbedingungen, aber vor allem der möglichen Tierbeobachtungen! Das einzige was sicher ist, diese Reise beginnt in der Hauptstadt Longyearbyen, gegründet 1906 als Bergbausiedlung. Wissen Sie warum man in Spitzbergen immer ordentliche Socken tragen sollte, was „Spitzbergen-Gardinen“ sind oder warum in Longyearbyen fast alle Türen und Autos unverschlossen sind?

In Spitzbergen ist es Tradition die Schuhe beim Betreten eines offiziellen Gebäudes (auch Hotel, Museum, teilweise Läden) auszuziehen. Der einzige, der sich nicht an diese Tradition hält, ist der König der Arktis – der Eisbär. Das Charaktertier für die Inselgruppe Spitsbergen lebt vorrangig auf dem Eis, aber auch in der Hauptstadt kann der Besuch eines neugierigen Bären nicht vollständig ausgeschlossen werden (damit jederzeit Fluchtmöglichkeiten in Häuser oder Fahrzeuge bestehen, sind diese fast alle unverschlossen).

Mit der Ortelius ging es – auf der Suche nach Eisbären – gen Norden, das einzige Schiff mit Kurs Nord in dieser Zeit! In dieser Gegend muss man mit dem richtigen Schiff unterwegs sein, aber mit der für Passagierschiffe höchsten Eisklasse ist das starke Eis kein Problem! Wir erlebten 2 unvergessliche Tage im Packeis, umgeben von Eis bis zum Horizont und einmaliger Stille, nur durchbrochen vom Knirschen und Krachen der Eisschollen, die unter dem Rumpf der Ortelius zerbrachen oder verschoben wurden. Eisbären, Walrosse, unterschiedliche Robbenarten, zahllose Seevögel und Minkwale sind außer uns auf 80 ° nördlicher Breite unterwegs.

Es ist 24 h lang hell, dass heißt 24 h pro Tag zum Entdecken, Beobachten und Erleben … zum Schlafen muss man sich wirklich fast zwingen! Zum Schutz vor der Mitternachtssonne dichten die Einwohner sogar Ihre Schlafzimmerfenster mit „Spitzbergen-Gardinen“ ab – mit Seifenlauge auf das Fensterglas geklebte Alufolie!

Spätestens wenn um Mitternacht die Sonne strahlend am blauen Himmel steht oder durch Wolken die Küste in sanftes Licht taucht, werden Sie das Gefühl haben dieser Tag – diese Reise – ist unendlich!

Herzlichst,
Sylvia Wesser

Karte zur Reise