Tschad

11 Tage Fotoreise mit Bernd Nill

Tierparadies Zakouma-Nationalpark

Sind Sie bereit für eines der letzten großen Abenteuer auf dem afrikanischen Kontinent? Dann reisen Sie mit uns in den Zakouma-Nationalpark im Südosten des Tschad. Exklusivität steht hier nicht für den eisgekühlten Gin Tonic am Lodgepool, sondern für ein außergewöhnliches Tier- und Naturerlebnis mit einer enormen Tierdichte in einer wenig besuchten Region Afrikas. Dieser Geheim-Tipp auf der Safari-Karte Afrikas braucht den Vergleich mit den großen Safari-Destinationen in Kenia, Tansania oder Südafrika nicht zu scheuen. Ganz im Gegenteil – auf über 3000 km² Fläche leben neben Elefanten, Löwen, Büffeln, Geparden und einer Vielzahl von Antilopen auch die Hälfte der weltweiten Population der Kordofan-Giraffe.

  • Ein besonderes Abenteuer für Afrikakenner
  • Zakouma-Nationalpark: Elefanten, Löwen, Büffel und die seltenen Kordofan-Giraffen
  • Garantierter Fensterplatz in den Allradfahrzeugen

Teilnehmer: 6 – 6

TerminPreis
07.04.2019–17.04.20194890 EUR
11.04.2017
  • Landschaft im Ennedi

  • Landschaft im Ennedi

  • Frau auf Esel zum Markttag

  • LKW Konvoi

  • Landschaft im Ennedi

  • Landschaft im Ennedi

  • Landschaft im Ennedi

  • Landschaft im Ennedi

  • Kamelkarawane im Ennedi

Tschad – Paradies in der Sahara

von Hans Gerd Jungbecker

Dieses Mal also der Tschad. Schon wieder so ein Land, das die immer gleichen Fragen provoziert: Was wollt ihr denn da? Ist das nicht gefährlich? Aber wir lieben halt die Regionen, in denen es kaum Touristen gibt, in denen alles noch unverfälscht ist. Und einmal mehr sollten wir nicht enttäuscht werden, ganz im Gegenteil.

Gleich bei Ankunft sind wir höchst überrascht: Auf 6 Reiseteilnehmer fallen 6 Crew-Mitglieder, deutschsprachiger Reiseführer inklusive. Auf 3 Allradfahrzeuge verteilt, sind optimale Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Tage die nicht immer leichten Herausforderungen zu meistern.

Obwohl wir die ersten Tage Kilometer machen müssen, um die Schönheiten des Landes schnell zu erreichen, müssen wir auf spektakuläre Eindrücke nicht verzichten. Immer wieder halten wir in den zumeist kleinen Siedlungen an, um Lebensmittelvorräte aufzufrischen oder zu tanken. Das gibt uns Gelegenheit, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen. Und jede Begegnung läuft anders: Einige sind zunächst sehr zurückhaltend, aber das hält zumeist nicht lange an. Andere wiederum sind gleich offen und neugierig dazu.

Eine Herausforderung der besonderen Art stellen die Bemühungen dar, unser abendliches Bier aufzutreiben. Das ist in einem islamisch geprägten Land nicht so einfach. Doch meistens werden wir irgendwo am Dorfrand in einem Hinterhof fündig. Und wo die Flaschen richtig gekühlt sind, können wir meist nicht widerstehen und gönnen uns sofort eine Runde.

In der Folgezeit passieren wir immer wieder Wüstenbrunnen, um die sich große Herden von Dromedaren, Eseln, Ziegen, Schafen und manchmal auch Kühen scharen. Spannend ist, wie das Wasser nach oben befördert wird: Per Dromedar, Esel und manchmal sogar schon motorisiert. Wir sind mitten drin im Getümmel, und nach einiger Zeit können wir dann auch unsere Fotoapparate zücken.

Je weiter wir nach Norden kommen, desto beeindruckender wird die Landschaft. Wer schon durch Wüsten gereist ist, der weiß, dass sie weit mehr als nur monotone Landschaften sind.

Aber diese Vielfalt hat uns doch überrascht. Mal karg, mal bewachsen; mal platt, mal hügelig. Sandwüste wechselt mit Stein- und Geröllwüsten. Die Sandwüste schimmert in verschiedensten Farbtönen: Fast weiß, dann bräunlich, gelblich oder rötlich. Der Stand der Sonne tut sein Übriges, die Stimmung am Morgen und kurz vor Sonnenuntergang ist unbeschreiblich. Manchmal geht es über langgezogene Sanddünen, das hat schon mal Konsequenzen: Öfters steigen unsere Fahrer aus und testen zu Fuß, wo es am besten weiter geht. Nicht immer erfolgreich. Plötzlich steckt ein Jeep, zwei oder sogar alle drei fest. Alle packen an und helfen schieben, und bald geht es weiter.

Der absolute Höhepunkt ist die mehrtägige Fahrt durch das Ennedi-Massiv. Das schier endlose Spektrum an Sandsteinformationen lässt selbst Reiseprofis nicht kalt. Immer wieder haben wir Zeit für kurze Fußmärsche durch die felsige Region. Und bei Sonnenuntergang haben wir unsere Zelte schon aufgebaut und können uns der nächsten Fotosession zuwenden. Dazu trägt auch die Crew wesentlich bei, die manchmal schon die Zelte komplett aufgebaut hat und mit Kochvorbereitungen begonnen hat, während wir noch die besten Motive ausfindig machen.
Die Fotos zur Guelta d`Archai konnten wir schon vorab im Internet genießen, aber wenn man nach längerer Wanderung durch das felsige Gebiet hoch über der Schlucht ankommt, dann genießt man die ca. 2 Stunden Zeit, die uns zur Verfügung stehen. Da ist es eher nebensächlich, dass sich die seltenen hier lebenden Krokodile heute einfach nicht zeigen wollen.

Hoch im Norden wartet noch eine weitere Überraschung. Wie aus dem Nichts tauchen einige Seen auf. Das smaragdblaue Wasser bildet einen wunderbaren Kontrast zu der rötlichen Sandfarbe. Während Hassan und seine Crew unser Mittagessen zubereitet, nehmen einige von uns ein erfrischendes Bad.

Ach ja, Touristen haben wir übrigens auch ein paar gesehen: Am ersten und am letzten Tag in unserem Hotel in N`Djamena. Das reichte uns auch!