Tansania

11 Tage Fotosafari mit Michael Lohmann

Serengeti-Fotocampus zum Mara River Crossing

Diese Fotosafari steht ganz im Zeichen der großen Migration: Wenn Millionen Gnus und Zebras auf ihrer großen Wanderung im Herbst aus Kenia in die Serengeti zurückkehren, sind Sie vor Ort und mittendrin im Geschehen – beste Voraussetzungen für intensive Tierfotografie und herausragende Bilder. Im Oktober und November kehren die Huftiere auf ihrer immerwährenden Wanderung von der Masai Mara in die Serengeti zurück. Dies ist auch die Zeit der spektakulären Flussdurchquerungen am Mara-Fluss. Für Wildnisfotografen ergeben sich wunderbare Möglichkeiten, den uralten Überlebenskampf zwischen Gnus, Zebras und den ihnen auflauernden Raubtieren in einem der schönsten Tierparadiese Afrikas zu dokumentieren. Die speziell auf die Wünsche von Fotografen abgestimmte Route lässt ausreichend Zeit für Pirschfahrten und fotografische Streifzüge zu besten Tageszeiten und Lichtverhältnissen.

Michael Lohmann
Der erfahrene Natur- und Reisefotograf Michael Lohmann steht Ihnen auf dieser Reise mit Rat und Tat zur Seite. Seit er im zarten Alter von zehn Jahren seine erste Kamera erhielt, ist diese von seiner Seite nicht mehr wegzudenken. Er war in den Safarigebieten Afrikas ebenso unterwegs wie in den Polarregionen, hat die Stämme im Hochland von Papua-Neuguinea besucht und war zu Gast bei den Inuit in Grönland. Aktuelle Schwerpunkte seiner fotografischen Arbeit liegen in Ostafrika und in den Polarregionen. Als Prä­si­dent der Gesellschaft Deutscher Tier­fotografen (GDT) hat er sich jahrelang täg­lich mit Aspekten kreativer Naturfotografie beschäftigt. Seine Bilder, die er regelmäßig in Ausstellungen zeigt, spannen den Bogen von der Dokumentation zur Abstraktion, von der Realität zur Träumerei – freuen Sie sich auf intensives Fotografieren, wertvolle Tipps und Anregungen sowie angeregte Bilddiskussionen! – Mehr Informationen über Michael Lohmann finden Sie unter www.ma-mo.com.

  • DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Michael Lohmann
  • 8 intensive Safaritage in der Serengeti für sensationelle Fotomotive unter optimalen Bedingungen
  • Termin in der Zeit der großen Migration und der spektakulären Flussdurchquerungen
  • Safari im robusten Geländefahrzeug mit Fensterplatzgarantie für max. 4 Fotografen
  • Übernachtung in komfortablen Lodges und im Safari Camp in der Serengeti

Teilnehmer: 8 – 12

TerminPreis
31.10.2020–10.11.20205590 EUR
03.12.2019
  • Tag 1 junger Leopard räkelt sich auf einem Baum

  • Tag 1 Löwenpaar beim Liebesspiel

  • Tag 2 Serval Katze auf einem Baum

  • Tag 3 Kräftemessen der Hippos

  • Tag 4 Zwei Geparden erbeuten ein Gnu

  • Tag 5 Geparden beim morgendlichen Spiel

  • Tag 5 Zwei junge Löwen trinken abends am Wasserloch

  • Tag 5 Lerche

  • Tag 6 Krokodil greift Gnu an

  • Tag 6 Gnus durchqueren den Mara Fluss

  • Tag 7 Schlangenadler

  • Tag 7 Junger Steppenadler im Kakteenbewächs

  • Tag 8 Elenantilopen am Horizont der Savanne

  • Tag 8 Gabelracke im Flug

  • Tag 8 Roter Abendhimmel

Serengeti intensiv

von Michael Lohmann

Spät abends landen wir am Kilimanjaro Airport, gleich am nächsten Morgen geht es weiter von einem in der Nähe unserer Lodge gelegenen kleinen Airstrip mit einer gecharterten Maschine zielgerichtet in die Mitte der Serengeti. Auf unserer diesjährigen Fotoreise wollen wir drei verschiedene Regionen besuchen: die zentrale Serengeti um Seronera mit ihrem großen Tierreichtum und vielen kleinen landschaftlich sehr interessanten Felsformationen, weiter nördlich die weiten Ebenen von Togoro und schließlich ganz im Norden von Tanzania bei Kogatende das Gebiet um den Mara Fluss herum, wo Ende Oktober/Anfang November die großen Gnuherden erwartet werden, wenn sie aus der kenianischen Massai Mara aufgrund der kommenden kleinen Regenzeit wieder nach Tanzania zurück wandern.

Unerwartet haben in diesem Jahr die ersten Regenfälle im Oktober bereits 3 Wochen eher als üblich begonnen, so dass bei Seronera überall schon wieder grünes Gras gesprießt und ein großer Teil der Gnuherden deshalb bereits dorthin zurückgekehrt ist.

Am Airstrip erwarten uns unsere beiden Fahrer Josef und Suma – und wir starten direkt zu unserer ersten Pirschfahrt. Tag für Tag geht es mit diesen nun weiter, und wir erleben eine prall gefüllte Zeit voller Highlights, mit vielen besonderen Tierbegegnungen. Einige davon seien hier erwähnt:

1.Tag Leoparden und Löwen

Was nicht häufig zu sehen ist: auf zwei Bäumen nebeneinander liegt jeweils ein Leopard, offensichtlich Mutter und ihr schon etwas älterer Sohn. Dieser räkelt sich genüsslich über längere Zeit auf seinem Ast und schaut uns immer wieder sehr intensiv in die Augen.

Am Abend werden wir Zeuge, wie 2 Löwenpaare in unmittelbarer Nähe ihre Paarungsriten vollziehen. Erschöpft ruhen sie sich aus, bis das Weibchen ihre Bereitschaft signalisiert und es zur nächsten Paarung kommt. Bis zu drei Tagen kann dieses Spiel dauern, die Löwen haben sich dazu von ihrer Gruppe separiert.

2.Tag ein Serval auf dem Baum

Aufmerksame Augen in einem vor uns fahrenden Auto haben sie entdeckt: eine Servalkatze in einem Baum liegend, selbst mit der Erfahrung von einigen Jahrzehnten hat Josef das noch nicht gesehen. Von oben herab mustert sie die Umgebung nach möglicher Beute. Ca 10 Minuten dürfen wir ihr dabei zuschauen, bis sie sich wieder auf den Weg nach unten macht.

3.Tag Kräftemessen der Flusspferde im Hippo Pool

Am Nachmittag besuchen wir Retima, ein Gewässer, in dem sich sehr viele Hippos versammelt haben. Zu Ihrer Beobachtung darf man hier das Safarifahrzeug verlassen, da ein Ranger der Nationalparkverwaltung zur Sicherheit da ist. Viele Hippos sind in aufgewühlter Stimmung, mit rollenden Augen und weit aufgerissenem Maul versuchen sie, ihren Artgenossen zu imponieren und ihr kleines Revier zu behaupten.

4.Tag zwei Geparden erbeuten ein Gnu

Wir folgen zwei jungen Geparden, die sich offensichtlich nach ihrer Tagesmahlzeit umsehen. Lange sieht es so aus, als hätten sie es auf eine kleine Gazelle abgesehen, doch plötzlich setzt ein Gepard hinter einer größeren Gruppe von Gnus zum Sprint an und hat nach wenigen Metern ein Tier erbeutet. Über zwei Stunden sind wir unmittelbar daneben, sehen, wie sich die Katzen so vollfressen, dass ihre Bäuche sich dick gefüllt wölben und sie keine Gegenwehr mehr leisten, als schließlich Geier und Marabus sich um den Rest der Mahlzeit kümmern.

5.Tag Geparden, Löwen und eine Lerche

Wieder werden wir kurz nach Sonnenaufgang Zeuge, wie zwei (andere) Geparden im Morgenspiel den Tag beginnen. Das Gegenlicht lässt die kleinen Fellhaare in ihrer Silhouette erstrahlen, eine schöne fotografische Herausforderung zu ihrer stimmigen Belichtung.

Wenig später entzückt uns eine Rotnackenlerche mit ihrem melodiösen Gesang. Mit großer Intensität trägt sie ihn vor, und wenn unser Fahrer Suma „in Lerchensprache“ antwortet, hüpft und flattert sie des öfteren einige Zentimeter hoch in die Luft.

Am Abend beobachten wir ein großes Löwenrudel mit 19 Mitgliedern bei einer Felsformation: Papa Löwe thront oben auf dem höchsten Felsen und schaut in die Savanne hinunter, gewärmt von der letzten Sonne. Mehrere Löwinnen beginnen, in die Umgebung auszuschwärmen und nach Beute zu suchen und die zahlreichen jungen Löwen trinken an der Wasserstelle.

6.Tag Flussüberquerung

Heute kommen wir im Norden am Mara Fluss an und zu unserem großen Glück können wir, obwohl nicht mehr viele Gnus in der Region vorhanden sind, schon nach ca zwei Stunden ein wunderbares Gnu Crossing über den Fluss erleben. Eine große Gruppe traut sich ins Wasser, in der Mitte des Flusses wartet ein Krokodil auf leichte Beute, erwischt auch ein Gnu, kann es lange am Hinterbein zurückhalten, aber letztlich gelingt es dem Gnu sich zu befreien. Das Wasser spritzt, die Augen weit aufgerissen, mit hektischen Bewegungen erreicht es das gegenüber liegende Ufer – gerettet !

7. Tag Steppenadler und Schlangenadler

Erst treffen wir einen jungen Steppenadler auf einem Kakteengewächs, wenig später einen Schlangenadler auf einem abgestorbenen Baumast, beide suchen ihre Umgebung nach potentiellen Beutetieren ab. Am Abend werden wir an einem Tümpel Zeuge, wie ein Graureiher einen Frosch fängt und dann über Minuten versucht, ihn sich mundgerecht in den Schnabel zu legen.

8. Tag Elen am Horizont, Gabelracke im Flug

Elenantilopen waren die gesamte Zeit, wenn wir sie gesichtet hatten, sehr scheu, d.h. in der Regel sofort auf der Flucht ins Unsichtbare. Doch an diesem Morgen haben wir Glück und können über längere Zeit auf einem kleinen Hügel in der Savanne eine Mutter mit ihrem Jungtier beobachten.

Wie an fast jedem Tag treffen wir auch heute wieder die farbenfrohen Gabelracken – es ist eine große Herausforderung für uns Fotografierende, sie auch scharf im Flug abbilden zu können, denn sie fliegen sehr schnell.

Am Abend verabschiedet sich die Sonne mit einem tief gelbrotem Himmel am Horizont. Andächtig schauen wir in das starke Farbenspiel und werden uns langsam darüber bewusst, dass wir uns am kommenden Morgen nun wieder von diesem schönen Fleck Erde verabschieden müssen. Wehmut schwingt mit, aber gleichzeitig gibt es eine große Dankbarkeit, hier wirklich ‚Serengeti intensiv‘ erlebt haben zu dürfen.

Michael Lohmann

03.01.2019
  • Gnuwanderung in der Serengeti

  • Elefantenbulle in der Serengeti

  • Gnus durchqueren einen Fluss

  • Gnuwanderung in der Serengeti

  • Gnuwanderung in der Serengeti

  • Trappe in der Serengeti

  • Von-der-Decken-Toko, ein Nashornvogel

  • Zwergfalke

  • Die typisch lilafarbene Brust gehört der Gabelracke

  • Flusspferd

  • Gepard im Gras

  • Büffel mit Madenhacker

  • Gaukler

  • Abendstimmung am Zeltcamp

  • Felsen in der Serengeti

  • Massai-Giraffe nimmt Mineralien aus dem gertrockneten Schlamm auf

Fotosafari inmitten der großen Migration

von Michael Lohmann

Landung am Kilimanjaro Airport: schon der Name versprüht den Zauber Afrikas – und wenige Minuten nach Verlassen des Flughafengebäudes sehen wir ihn auch vor uns, den Kili. Die Wolken haben gerade seinen Gipfel freigegeben, oben leuchten seine wenigen verbliebenen Schneefelder, unten auf der Allee die lila blühenden Jacaranda-Bäume. Sie begleiten uns einige Zeit auf der Fahrt nach Arusha. In der ruhig in einem Vorort gelegenen African View Lodge können wir uns erholen vom nächtlichen Flug, vom schönen Garten aus mit direktem Blick auf den Mount Meru.

Seronera – die zentrale Serengeti
Am nächsten Tag fliegen wir mit einem kleinen Flugzeug vom Stadtflughafen aus direkt in die zentrale Serengeti hinein. Unmittelbar neben der Landepiste begrüßen uns zwei im Gras liegende Löwen. In der Nähe liegt unsere Lodge malerisch auf einem kleinen Hügel mit weitem Blick hinunter ins Gras-, Savannen- und Buschland.

Morgens und spätnachmittags fahren wir hinaus zur Pirsch. Wir sehen weitere Löwenrudel, Büffel, Elefanten und viele Vögel – Adler, Eulen, Hornrabe, Bienenfresser. Ein besonderes Erlebnis ist ein Besuch am Hippo Pool, in dem sich über 50 Flusspferde grunzend, dösend, manchmal rangelnd im Wasser aufhalten. Abends können wir beobachten, wie sich vor der untergehenden Sonne viele Marabus auf ihrem Schlafbaum für die Nacht einrichten.

Lobo und Mara – die nördliche Serengeti
Nach zwei Tagen fahren wir weiter nördlich und beziehen unser neues Quartier in der Lobo/Togoro Region im Serengeti View Camp. Auf der Fahrt dorthin stoppt unser sehr erfahrener Guide Thomas plötzlich, fährt einige Meter zurück – und da sitzt doch tatsächlich eine sehr große Eule im Blätterwald der Akazie und schaut uns an. Wenig später ereilt uns ein gewittriger Regen, Nebel legt sich über die Savanne. Drei Giraffen stehen in gleicher Körperhaltung wie als Gemälde eingefroren mittendrin, abgewendet vom Wind. Mehr Schutz gibt es für sie nicht.

Zeltcamp: am nächsten (und an jedem) Morgen verlassen wir das Camp beim ersten orangenen Morgenlicht. Nicht weit entfernt sehen wir einen Leopard über die Straße kreuzen und können verfolgen, wie er auf seiner Nahrungssuche in einen kleinen Wald hinein läuft. Wenig später treffen wir auf eine sehr große Löwengruppe, insgesamt über 20 Tiere. Das von ihnen erbeutete Gnu ist schon weitgehend verspeist, die ersten Löwen säubern sich leckend schon wieder ihr Fell. Die kleinen Löwen fangen an miteinander zu spielen: jagen, draufspringen, rumwälzen. Am Gnu warten in der zweiten Reihe Schakale und Geier auf ihre Chance und stürzen sich wirklich „wie die Geier“ auf ihre Beute, nachdem der letzte Löwe auch irgendwann satt zu sein scheint.

Am folgenden Morgen brechen wir auf zum Mara River. Es ist eine lange Fahrt, auf der wir viel Interessantes erleben. So sehen wir zum Beispiel ein Pärchen Stachelschweine mit ihrem sehr kleinen Nachwuchs (auch auf sehr vielen Afrikareisen habe ich das noch nie gesehen). Sekretäre können wir oben auf einer Schirmakazie im Nest beobachten. Ein Storch holt in kürzester Zeit sechs Fische aus einem relativ kleinen Tümpel direkt neben der Piste. An einem großen Wasserloch versuchen einige Giraffen ihren Mut zu stärken, um sich zum Trinken zum Wasser hinunterzubeugen; in diesem Moment sind sie sehr angreifbar.

Doch eigentlich sind wir ja gekommen, um hier am Fluss das Crossing der Gnus auf ihrer jährlichen großen Wanderschaft durch die Serengeti zu erleben. Auf der gegenüberliegenden Seite haben sich auch eine Menge Gnus versammelt, doch heute trauen sie sich nicht ins Wasser hinein, sodass wir etwas enttäuscht nach einigen Stunden wieder die Rückfahrt ins Camp antreten. Es gilt zu akzeptieren, dass sich in der Naturbeobachtung nichts planen lässt, wir sind hier lediglich Gäste. Die Dämmerung kommt – und plötzlich steht unmittelbar neben der Straße eine Servalkatze und schaut uns mit ihren großen Augen direkt an, ein wunderbarer Moment und ein sehr seltenes Erlebnis. Dann springt sie mit Power über die Straße und ins Gras der anderen Seite hinein.

Entmutigen lassen wir uns nicht, deshalb fahren wir zwei Tage später erneut zum Mara River – und diesmal haben wir richtig Glück: Tausende Gnus springen vor uns auf der anderen Flussseite ins Wasser und kämpfen sich hinüber zur diesseitigen Böschung. Ihre aufgeregten Töne schwirren durch die Luft, insbesondere wenn eine Mutter ihr Kind noch nicht im ganzen Trubel wieder gefunden hat. Heute fahren wir sehr erfüllt wieder zurück, die Wanderung der großen Herdentiere ist wirklich ein einmaliges Erlebnis!

Hyänen und Topi im Morgenlicht, ein Straußenpärchen bei der Paarung, Geparden im Gras, Madenhacker auf Büffeln, Siedler-Agamen auf altem Holz, große Scharen von Mungos vor ihren Erdbauten, eine Gabelracke auf ihrem schwankenden Ansitzzweig – auch in unserer restlichen Zeit werden wir mit schönen Begegnungen verwöhnt und verabschieden uns irgendwann mit Sehnsucht auf einen nächsten Besuch dieses besonderen Stückchens Erde. „Die Serengeti darf nicht sterben“, so hat es sich Bernhard Grzimek schon vor 60 Jahren gewünscht.

Michael Lohmann

17.11.2015
  • Ideale Voraussetzungen auf einer Fotoreise: Genügend Platz im Fahrzeug, Bohnensäcke für jeden Reisegast, üppig viel Zeit zum gezielten Beobachten von Fotomotiven und Szenen. Bei Den Tansania-Fotoreisen steht genau das im Mittelpunkt. Mehrere Tage in Mitte

  • Das war das „Setup“ zur Löwentatze. Wirklich in nächster Nähe zu unserem Auto liegt die Löwin. Was bietet sich da besser an, als eine Detailaufnahme von den beachtlich beeindruckenden Tatzen zu belichten. Zum Fotografieren „auf Augenhöhe“ kommt man bei so

  • Die Wirkung steckt im Detail. Manchmal macht es der außergewöhnliche Blickwinkel auf eine seltene Ansicht: Hier eine beachtlich große Löwentatze, die fast senkrecht fotografiert werden kann. Der Löwe lag direkt neben dem Auto im Schatten, ideale Vorausset

  • Arbeitsbedingungen auf einer Fotoreise in der Serengeti. Zwei Löwen sitzen im Schatten eines Strauches und laben sich am gerissenen Zebra. Nun ist es die Herausforderung des Fotografen, im richtigen Moment und den richtigen Bildausschnitt auswählend, ein

  • Arbeitsüberblick zur Pause: Reichlich Spiegelreflexkameras nahezu Einsatzbereit bei einer Kaffeepause. Ein guter Überblick, mit welcher Technik in aller Regel die Teilnehmer einer Fotoreise ausgestattet sind. Oft 2 Spiegelreflexkameras pro Teilnehmer und

  • Glück muss man haben! Noch im Jahre 2012 musste die Fotogruppe ganze 4 Tage am Marafluss für das „crossing“ warten. Im Jahre 2015 war es bereits im vollen Gange, als die Fotoreisegruppe am Fluss erschien: Da half nur noch schnelles Handeln und Fotografier

  • Bildaufbau und eigener Bildstandpunkt sind wichtige Faktoren, um derartige Bilder erreichen zu können. Zur Not muss man auch mal auf den Boden kriechen und somit die Wirkung am Horizont erst möglich zu machen.

  • Bildgestaltung auf das wesentliche begrenzt. Hintergrund unscharf, weil uninteressant. Packend der mächtige Löwe in Szene gesetzt. Oder besser gelegt… Im Rahmen dieser 9 Tage Fotoreise Serengeti wurden über 90 verschiedene Löwen beobachtet. Grandiose M

  • Doppelt glücklich. Gleich am Nachmittag des ersten Tages das zweite Crossing am Marafluss. Hier ein Überblick über die Gesamtszene, die man dann in packende Bilder vom Crossing zu bannen hat. Viel Zeit, viele Möglichkeiten bleiben nicht, meistens ist nach

  • Ein exzellenter Safarifahrer ist die halbe Miete, ein gutes Teleobjektiv die andere Hälfte. Wenn der Leopard im Wirrwarr der Äste dann doch gefunden ist, ist es eine Frage des richtigen Blickwinkels und der richtigen Brennweite, um ein packendes Bild erze

  • Gut versteckt bringt Sicherheit. Hier ein junges Zebra mitten im Gestrüpp. Solche Aufnahmen muss man mit manueler Focuseinstellung aufnehmen, um diesen Effekt erzielen zu können. Manchmal braucht es mehrere Versuche, bis die Schärfe dann doch richtig sitz

  • Noch besser getroffen? Vermutlich ja. Das Zebra schaut noch den Betrachter an und die Farben der Streifen passen zu den Stämmen der Bäume. Gut getarnt. Solche Aufnahmen sind mit der entsprechenden Ruhe und dem Schwerpunkt auf das Thema Fotografie bei den

  • Manchmal sieht Fotografieren so leicht aus. Doch das passende Morgenlicht und der richtige Blick, die richtige Distanz (zum Auto mit dem Fotografen) und die richtige Blickrichtung des Löwen… müssen alle zusammen stimmen. Im gleichen Moment. Auf Fotorei

  • Nicht schön, aber schön dynamisch…. Dieses Krokodil zerfetzt seine Beute in handliche Stücke, einfach durch schnelle Bewegungen und unter Zuhilfenahme der Wasseroberfläche. Beeindruckender Moment einer Fotoreise, auch wenn das Licht und das Umfeld nicht

  • Pfiffige eigene Ideen, die einen Überraschungseffekt erzielen, sind oft die kleinen aber feinen Akzente, die ein Motiv interessanter erscheinen lassen. So wie hier mit der Sonne. Natürlich gehört ein Stativ zur Standartausrüstung bei einer Fotoreise. Auch

  • Perfekte Tarnung ist für manche Echse die Lebensgrundlage. Hier geschickt auf einem Stein mit nahezu gleicher Schattierung fotografiert. Mitten in der Serengeti bieten sich solche Fotomotive an einem Rastplatz, auf dem man auch zu Fuss unterwegs sein kann

  • Seltenes Glück, ein Impalla hat die Flussdurchquerung fast erfolgreich hinter sich gebracht. Hier ist Schnelligkeit am Auslöser gefragt. In weniger als 10 Sekunden ist das Tier wieder aus dem Blickwinkel verschwunden…

  • Andere Länder, andere Sitten… Trinkgeldkasse direkt am Waschbecken einer Toilette mitten in der Serengeti. Auch dieses Motiv erzählt eine Geschichte…

  • Tiefenschärfe im Einsatz! Hier wird der Fotograf im anderen Fahrzeug einfach unscharf abgebildet und die Giraffe in der Ferne der Serengeti scharf. Das bringt Tiefe ins Motiv und zeigt natürlich obendrein auch noch die unendliche Ausdehnung der Serengeti,

  • Vordergrund macht Bild gesund? Es bringt zumindest eine dritte Dimension ins Bild und lässt alles ein wenig dramatischer wirken. Behäbiger Löwe, der hier durch die Serengeti trottet im grauen Licht des bedeckten Tageslichts…

Tansania – Beeindruckende Naturfotografenreise

von Jörg Ehrlich

Über 90 verschiedene Löwen & 2 packende Crossings am Marafluss

Ein Reisebericht von Jörg Ehrlich, Fotoreiseleiter 2015 zur Reise „Serengeti-Fotocampus zum Mara River Crossing“

Es ist immer wieder spannend, die Fotoreiseleitung in die Serengeti zu übernehmen. Auch wenn ich schon mehrfach als Reiseleiter beim „crossing“ gewesen bin, es ist immer wieder ungewiss, ob die Tiere am Fluss sind, ob sie den Fluss queren oder sich in Abhängigkeit der Regenschauer doch schon an einer ganz anderen Stelle der weiten Landschaft der Serengeti & Masai Mara befinden. Wie immer ist eine ganze Woche Spannung und Anspannung in unserer Reisegruppe nicht zu übersehen. Die Gruppe besteht aus 8 Personen, von denen einige mit professioneller Ausrüstung fotografieren und die Möglichkeit einfach genießen, über eine Woche Zeit in der Serengeti verbringen zu können. Wiederum andere Reisegäste freuen sich über Anregungen, Tipps, Bildbesprechungen und Hinweise während der Ausfahrten. Ich selbst teile mich stets von Ausfahrt zu Ausfahrt auf ein anderes Fahrzeug auf, so ergibt sich stets die Gelegenheit, das ich jedem zur Verfügung stehen kann.

Die ersten beiden Tage unserer Safari verbringen wir im zentralen Teil der Serengeti. Nach dem Flug nach Sero Nera beziehen wir unsere Unterkunft in idyllischer Lage und können es kaum erwarten. Es geht auf Pirsch. Was bedeutet das? Wir sind also jeweils 4 Gäste auf einem langen Landcruiser und haben dadurch eine üppige Menge Platz, auch alle an der gleichen Seite fotografieren zu können. Und das wird auch reichlich genutzt. Bereits am ersten Tag bekommen wir 2 Rudel von Löwen zu sehen, eines davon im trüben Wetter und Regen. Eine sehr gute Möglichkeit für Porträts der Tiere. Stolze Mähne, nasses Haupt, weitläufige Landschaft im Hintergrund, großartig. Tags darauf scheint die Sonne und wir erwischen ein Rudel Löwen, das sich wohl am Vortag ein Zebra gerissen hatte. Schöne Bilder bei sehr guten Lichtverhältnissen, eine glückliche Fotoreise-Gruppe mit beeindruckenden Erlebnissen und besten Möglichkeiten zum Fotografieren. Wunderbar.

Weiter geht unsere Reise Richtung Norden. Das Ziel ist das Serengeti View Camp auf dem schönen Platz Togoro 3. Klasse. Alles was man braucht ist dabei, alles was üppiger Luxus wäre, ist weggelassen. Ein wenig Hemingway, ein wenig rustikales Campen, ein eigenes praktisches Zelt mit eigener Toilette und Kübeldusche – das zu Hause für eine ganze Woche. Eine ganze Woche in der Serengeti, „quality time zum Fotografieren“. Großartig. Das macht diese Reise aus. Gleich am nächsten Tag geht es bis zur Grenze am Marafluss. Eine lange Fahrt. Aber die Landschaft ist abwechslungsreich und wunderschön. Viele Fotostopps erlauben wir uns dieses Mal nicht, denn wir wollen die meiste Zeit am Fluss verbringen und vor allem erst einmal sehen, wo die großen Herden der Gnus sind. Haben sie schon den Fluss überquert? Oder sind sie noch nicht einmal da? Oder kommen wir zum richtigen Zeitpunkt? Die Spannung in der Gruppe steigt. Keiner hat mehr richtig Lust, ein paar idyllisch in Ruhe sich liebkosende Giraffen zu fotografieren. Der Fluss ruft und zieht uns magisch an…. Endlich sind wir da. Und kaum zu glauben, das crossing ist schon im vollen Gange. Die Hälfte haben wir schon verpasst. Die Tiere strömen schon durch den Fluss. Sofort zeigt sich, wer in unserer Gruppe blitzschnell fotografieren kann und wer noch mehr Zeit braucht, bis er „vorbereitet ist“. Die Kameras clicken, die Fotografen sind alle angespannt, die besten Bilder der ganzen Reise könnten jetzt hier entstehen. Ein Adrenalinkick binnen Sekunden. Ich selbst genieße diesen Moment, fällt mir doch eine gefühlt tonnenschwere Last von vom Herzen, das crossing zu erleben und zu fotografieren. Wunderbar. Ich weiß, wir werden heute und die ganze Reise glücklich von diesem Moment berichten und ein Leben lang herrliche Bilder von diesem Naturschauspiel unser eigen nennen. Dieses Glück, dieses Erlebnis, diese Momente – das ist unbezahlbar…

Und genau deswegen kommen die Reisegäste auf so eine Fotoreise und bringen natürlich auch eine hohe Erwartungshaltung mit. Das ist die Last, die man als Reiseleiter aushalten können muss. Und es ist eben hervorragend, wenn diese Last von einem abfällt und die ganze Gruppe glücklich ist, so ein Erlebnis auf der Fotoreise zu erleben. Das waren die wohl spannendsten Momente dieser Fotoreise.

Wir kommen noch ein weiteres Mal an diese Stelle, 2 Tage später ist der Wasserlauf gestiegen, das Queren schwieriger. Wir haben noch ein weiteres Mal das Glück ein crossing zu erleben und auf der Rückfahrt zu unserer Unterkunft sehen wir auch noch einen Leoparden neben der Straße in natürlichem Umfeld. Ein schönes Fotomotiv. Wir haben also nun auch unsere „Big Five“ gesehen. Unweit des Maraflusses hatten wir die Chance, ein Nashorn mit Jungtier zu beobachten. Es klappt einfach alles in der Serengeti. Die letzten beiden Tage nutzen wir, um im zentralen Teil des Nationalparks noch einmal auf Löwenpirsch zu gehen. Zwei große Rudel von über 20 Tieren geben uns dabei ideale Möglichkeiten zum Fotografieren. Zum krönenden Abschluss haben wir auch noch Gelegenheit, einem stattlichen Krokodil beim Verzehr eines Impala zusehen zu können. Licht und Blickwinkel waren nicht ideal, aber zu beobachten, wie ein gewaltiges Krokodil das Impala zerteilt, verzehrt bis nichts mehr übrig blieb, das war ein besonderes Erlebnis.

Am letzten Tag erleben wir noch einen Rundflug zurück nach Arusha bei bestem Wetter. Die Serengeti grüßt und bleibt in der Ferne zurück, der Pilot wählt eine Route knapp am heiligen Berg der Masai vorbei. Fast zum Greifen nah… Fotogen. Grandios. Und auf dem Flughafen von Arusha steht noch das kleine Buschflugzeug der Frankfurter zoologischen Gesellschaft. Unser letztes Fotomotiv, ein Gruppenbild der ganzen Teilnehmer der Fotoreisen-Gruppe! Vielen Dank, es hat gewaltig Spaß zusammen bereitet. Weiterhin viel Glück und Erfolg auf allen Fotoreisen. Leider bin ich 2016 nicht wieder für diese Reise vorgesehen. Dennoch komme ich sehr gern wieder….

Jörg Ehrlich
www.joerg-ehrlich.de