Botswana

12 Tage Fotoreise mit Sandra Petrowitz

Botswana intensiv

Wo die Wassermassen aus dem angolanischen Hochland auf die Kalahariwüste treffen, liegt ein Safari-Paradies der Superlative: das Okavango-Delta. Unsere Fotosafari führt Sie mitten hinein in eine der schönsten Safari-Regionen der Welt. Das Fotografieren steht im Zentrum dieser Reise, die speziell auf die Bedürfnisse ambitionierter Naturfotografen abgestimmt wurde: Die Konzentration auf drei gezielt ausgewählte und traumhaft gelegene kleine Camps sowie eine intensive fotografische Betreuung stellen sicher, dass Sie sich bestmöglich auf die Umsetzung Ihrer Bildideen konzentrieren können.

Besondere Atmosphäre in privaten Konzessionen

Zwei der luxuriösen, naturnahen Camps liegen in Privatkonzessionen – Safaris in diesen Gebieten sind der intensivste Weg, das Okavango-Delta zu erleben. In den Privatkonzessionen sind Off-road-Fahrten möglich; dadurch lassen sich die Fahrzeuge für Foto- und Videoaufnahmen perfekt positionieren. Tagsüber, aber auch bei Nachtpirschfahrten sind Sie in der Savanne, in den Auen und Wäldern unterwegs, um die sagenhaft vielfältige Tierwelt aufzuspüren, darunter Löwen und Leoparden, Geparden und Hyänen, Elefanten und Giraffen, Zebras und Gnus, Antilopen und viele weitere Arten. Aber auch in den abwechslungsreichen Landschaften und in zahllosen Details findet sich ein schier unerschöpflicher Motivreichtum.

Perspektivenwechsel

Völlig andere Perspektiven ergeben sich, wenn Sie die Gebiete von der Wasserseite her kennen lernen: Eine Fahrt im traditionellen Einbaum, dem Mokoro, begeistert durch ihre Lautlosigkeit und den herrlich tiefen Standpunkt; Ausflüge mit dem Doppeldecker-Motorboot garantieren ebenfalls spannende Perspektivwechsel. Und die Flugtransfers zwischen den Camps sind nicht nur atemberaubend aussichtsreich, sondern ebenfalls ein fotografischer Leckerbissen – die Vogelperspektive liefert einen herrlichen Überblick über das Delta, seine verschlungenen Wasserwege und die prachtvollen Grüntöne. Mit etwas Glück entdecken Sie aus der Luft sogar wandernde oder grasende Tiere. Ihr Aufenthalt in der Kalahariwüste bildet dazu einen überaus spannenden Kontrapunkt und erinnert daran, dass Botswana eigentlich ein Wüstenland ist: Hier sind Tiere wie Oryxantilope, Springbock und Löffelhund zu Hause, und eine Vielzahl von Vogelarten lässt sich beobachten.

Die faszinierende Tierwelt im Fokus

In Linyanti, aber auch in der Kwando-Konzession bestehen ausgezeichnete Chancen, die vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde zu fotografieren – die ungemein faszinierenden Tiere bei der Jagd oder ihrer ausgeprägten sozialen Interaktion zu beobachten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Die ebenso bunte wie facettenreiche Vogelwelt begeistert nicht nur Ornithologen; sie stellt auch Fotografen immer wieder vor Herausforderungen. Bei der individuellen fotografischen Betreuung durch Sandra Petrowitz lassen sich Tipps und Ideen sammeln, um zu noch besseren Bildern zu kommen – und das Allerschönste ist: Sie können das neue Wissen auf Ihrer Fotosafari im Okavango-Delta sofort praktisch erproben.

Michael Lohmann
Der erfahrene Natur- und Reisefotograf steht Ihnen auf dieser Reise mit Rat und Tat zur Seite. Als Prä­si­dent der Gesellschaft Deutscher Tier­fotografen (GDT) hat er sich jahrelang täg­lich mit Aspekten kreativer Naturfotografie beschäftigt. Freuen Sie sich auf intensives Fotografieren, wertvolle Tipps und Anregungen sowie angeregte Bilddiskussionen!

  • Botswana intensiv speziell für Fotografen
  • DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Michael Lohmann
  • Luxuriöse Zelt-Camps in Privatkonzessionen
  • Einsamkeit pur in der Kalahari-Wüste
  • Traumhaft schöne Safari-Gebiete Kwando und Moremi
  • Afrikanische Wildhunde, Elefanten, Leoparden, Löwen
  • Fotosafaris im Geländewagen, Mokoro und Motorboot
  • Individuelle Fotografen-Betreuung
  • Panoramaflüge übers Delta

Teilnehmer: 5 – 11

TerminPreis
16.11.2019–28.11.20198790 EUR
12.12.2017
  • Auge in Auge mit Botswanas wilden Tieren: Leopard bei einer Nachtpirsch

  • Giraffen-Suchbild – die Vegetation der Kalahari reagiert sofort auf die ersten Regenfälle der Saison

  • Schabrackenschakal in der trockenen Savanne

  • Abendlicher Farbenzauber mit Regenfällen in der Ferne

  • Begegnung in der Kühle des Morgens: Ein Löwe wärmt sich in den ersten Sonnenstrahlen

  • Kalaharifarben – ein Springbock grast in der Savanne

  • Weder zu überhören noch zu übersehen: die Weißflügentrappe

  • Hat auf ihrer bevorzugten Sitzwarte Platz genommen: die Rotnackenlerche

  • Anmutiger Greif: der Gleitaar

  • Farbtupfer in der Kalahari: der Farbkätzchenstrauch

  • Fantastischer Ausblick von der Terrasse im Tau Pan Camp hinüber zum Wasserloch und in die Weiten der Kalahari

  • In ihrer Farbgebung eins mit der Landschaft: die Oryxantilope

  • Sonnenaufgang im Camp von Lebala

  • Afrikanischer Wildhund

  • Im Schatten dösende Löwinnen

  • Einer der „Small Five“: die Pantherschildkröte

  • Elefant im Abendlicht

  • Bei der Flussdurchquerung

  • In luftiger Höhe frisches Grün genießen

  • Essenszeit: Elefant labt sich am frischen Grün

  • Weidendes Gnu in der Morgensonne

  • Ein Ohrengeier hält Ausschau nach lohnender Beute

  • Neugieriges Baumhörnchen

  • Auch Mittagslicht kann fotogen sein: Im Camp Lagoon

  • Auf Fotosafari per Boot in der Wasserwelt des Kwando-Flusses

  • Auf Fotosafari per Fahrzeug

  • Taxi! Zwei Rotschnabel-Madenhacker reisen per Warzenschwein

  • Neugieriger Nachwuchs: Die jungen Impalas sind erst einige Tage bis wenige Wochen alt.

  • Auch anderswo unternehmen die Jungtiere Ausflüge: Hier ist ein junger Milchuhu unterwegs.

  • Zum Dahinschmelzen: drei Monate alter Leopard bei der Fellpflege

  • wachsamer Leopard

  • Leopardin mit Beute. Hier ist ihr ein junges Impala zum Opfer gefallen.

  • Kampfeslustig: Bei der Rauferei der Zebras versuchen die Tiere, einander in die Fesseln zu beißen

  • Endlich mal ein Gaukler, der stillhält!

  • Farbenprächtiger Bienenfresser: der Scharlachspint

  • Wenn auch nur ein paar Tropfen Regen fallen, schiebt die Natur in der Savanne sofort an.

  • Papyrusgras säumt den Uferrand im Okavango-Delta

  • Mit dem Boot zu Besuch bei der Reiherkolonie

  • Perspektivwechsel: Aus dem Mokoro, dem traditionellen Einbaum, wirken Flusspferde noch wuchtiger – auch wenn auf ihnen ein Blaustirn-Blatthühnchen herumklettert.

  • Mokoro-Tour in unmittelbarer Nähe des Camp Kwara

  • Im Seerosen-Labyrinth zu Hause: das Zwerg-Blatthühnchen

  • Er sorgt nachts im Delta für die Musik: Angolanischer Riedfrosch

  • Selten zu sehen: die Afrikanische Wildkatze

  • Aufmerksam, aber gelassen: Gepard

Kalahari, Kwando, Kwara – ganz nah dran an Botswanas Tierwelt

von Sandra Petrowitz

Fotosafari Botswana vom 13.11.-25.11.2017

Das geht ja gut los! Schon als unser kleiner Buschflieger auf der Piste in der Kalahari aufsetzt, kündigt sich die erste Begegnung mit Botswanas Tierwelt an: Unter einer ausladenden Baumkrone gleich neben dem Airstrip liegen Löwinnen samt Jungtier. Die erste Pirschfahrt am Spätnachmittag führt uns zu Giraffen, Löffelhunden und Schakalen, aber auch die kleinen Wunder am Wegesrand wie der Afrikanische Monarch, eine Schmetterlingsart, und die gelb-rosa Blüten des Farbkätzchenstrauchs (der heißt wirklich so) bleiben nicht unentdeckt. Apropos Farbe: Während es um uns herum wetterleuchtet, rumpelt und blitzt, stehen wir zum Sundowner an einem trockenen Plätzchen und sehen tief beeindruckt zu, wie sich der Himmel im Westen in allen Farbtönen von Apricot über Violett bis Orange und Rot verfärbt.

Löwen in der Morgensonne, Oryxantilopen, Springböcke, Geier bei der Mahlzeit an einem Oryxkadaver, Steinböckchen – es gibt jede Menge zu sehen und zu fotografieren. Unter den unglaublich vielen Vogelarten sticht die Weißflügeltrappe heraus, die mit ohrenbetäubendem Gekakel ihre Runden dreht. Kein Wunder, dass die Namibianer sie Gackeltrappe nennen! Eine kleine Wanderung mit den Buschleuten der San offenbart Einblicke ganz anderer Art – wir lernen, wie sie mit einfachsten Mitteln Wildfallen anlegen, Feuer machen und zu welchen Zwecken sie traditionell die Pflanzen der Kalahari verwenden.
Ähnlich ereignisreich geht es weiter: Unsere Fotoreise führt uns in drei Camps, die allesamt in Privatkonzessionen liegen. Zuerst geht es in die nördlichste Ecke Botswanas, in die Kwando Concession nach Lebala. Hier haben wir gleich am ersten Abend Gelegenheit, die vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde bei der Jagd zu beobachten – und erfahren, was es heißt, offroad zu fahren. Die Möglichkeit, die Fahrspuren zu verlassen und direkt im Gelände unterwegs zu sein, ist nur in den Privatkonzessionen gegeben und ein unschätzbarer Vorteil beim Beobachten und Fotografieren. Gnus, Impalas, Flusspferde, Kudus, Käuzchen, Löwinnen, Warane, Warzenschweine, Schildkröten, Zebras, Elefanten, Hyänen – die reiche Tierwelt Botswanas liefert uns immer wieder neue Motive. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis, wenn Elefanten in wenigen Metern Entfernung an einem vorbeiziehen – und Minuten später in einer Staubwolke baden. Die Leopardensichtung ist leider nur für eines der beiden Fahrzeuge erfolgreich, aber dafür sind die glücklichen Fotografen von ihren Bildern zu Recht absolut begeistert!

Im Lagoon Camp, unserer dritten Station, haben einige von uns das Glück, ein wenige Minuten altes Impala bei seinen ersten wackligen Schritten zu beobachten. Ein Honigdachs zeigt sich, wir versuchen uns an Elefantenporträts, erwischen nach vielen vergeblichen Versuchen doch noch eine geduldige Gabelracke, bestaunen eine Geierversammlung an einem Kudukadaver, die von einer Tüpfelhyäne aufgemischt wird, und finden heraus, dass Löwen keineswegs immer mutig sind, sondern sich manchmal hinter einem Baum zu verstecken versuchen. Dumm nur, wenn der Baumstamm lediglich halb so breit ist wie der Löwenkopf …
Lagoon bietet auch in der Mittagspause jede Menge Motive: In den alten Bäumen treiben sich allerhand fotogene Vogelarten herum, darunter Baumhopfe und ein Graubrust-Paradiesschnäpper. Baumhörnchen springen durchs Camp, Bienenfresser brüten in der Nähe der Unterkünfte, und als wir am Abend nach der Bootsfahrt auch noch einen Leoparden aus wenigen Metern Entfernung im Licht des Suchscheinwerfers beobachten dürfen, nur wenige Fahrminuten vom Camp entfernt, kommt uns das vor wie vorgezogene Weihnachten.

Es kann nicht mehr besser werden? Willkommen in Kwara! Zu Fuß gehen wir auf Eulenpirsch, und dann fahren uns unsere Guides doch tatsächlich zu einer Leopardenmutter mit ihrem drei Monate alten Jungtier. Schlagartig ist ein ganzes Safarifahrzeug voll Fotoreisegäste hochgradig verliebt. Es ist aber auch zu spannend, dem Kleinen beim Trinken und Herumtollen zuzuschauen, beim heldenhaften Einfangen von Mutters Schwanzspitze sowie bei den ersten Versuchen, sich zu putzen. Mama Leopard lehrt den Nachwuchs klettern (merke: wer sich den Baum hinaufgekrallt hat, muss irgendwie auch wieder hinunter), lässt den Blödsinn, den die kleine Katze im Kopf hat, sehr gelassen über sich ergehen und pfeift den Leopardenzwerg nur zurück, als er in seiner Neugier dem Auto zu nahe kommen will.
Wir stehen noch bei Familie Leopard, da kommt über Funk die Nachricht: Gepard gesichtet – also los! Der Gepard schert sich ebenso wenig um uns wie die Leoparden, und so können wir ihn – in der ersten Reihe sitzend – auf seinem Streifzug durchs Buschland begleiten. Auf dem Rückweg stoßen wir auf kämpfende Zebras, die versuchen, einander in die Fesseln zu beißen.

Eine Tour mit dem Mokoro, dem traditionellen Einbaum des Okavangodeltas, verschafft uns schließlich Gelegenheit, das Delta aus einer weiteren Perspektive kennenzulernen – und Atem zu holen nach gefühlten vier Wochen voller spannender Momente. Das Sichten und Bearbeiten der Bilder wird mindestens so lange dauern wie die Reise …

13.12.2015
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Botswana intensiv – Fotosafari

von Krystina

Es sollte ein kurzer Bericht über die Fotosafari nach Botswana mit Fotoreiseleiter Jörg Ehrlich werden. Kurz?! In vollen neun Safaritagen haben wir so viel erlebt und gesehen, dass das „kurz“ lang wird.

Das Abenteuer beginnt eigentlich schon in Maun auf dem Flughafen. Wir werden samt unserem Gepäck in einen kleinen „Buschflieger“ verfrachtet und ab geht es.

Mir tut sich eine völlig neue Welt auf. In den nächsten neun Tagen geht es früh und abends mit dem offenen Jeep auf Safari, meist auf mehr oder weniger guten „Feldwegen“, manchmal auf Elefanten-Highways, manchmal aber auch querfeldein durch den Busch.

Eines der vielen Highlights waren sicher zwei Cheetah-Brüder. Einer hinkte, einer sabberte. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um in der freien Wildbahn erfolgreich zu sein. Nachdem die beiden sich wunderbar rund um ihren Termitenhügel ablichten ließen, verschwanden sie im Busch. Da das Unterholz selbst für unseren erfahrenen Fahrer zu dicht war, fuhren wir außen herum. Als wir den Kreis fast beendet hatten, kamen die beiden zeitgleich aus dem Busch wieder hervor und brachten sich ein Impala mit. Hinkefuß war der Jäger und Sabberzahn durfte als erstes seinen Gepardenbauch vollfressen. Tage später haben wir die beiden noch einmal gesehen. Sie ruhten gut genährt unter Büschen.

Afrikanische Wildhunde. Afrikanische Wildhunde gelten ebenfalls als bedrohte Tierart. Wir haben eine Menge davon gesehen. Gut, das erste Mal war die Suche sehr intensiv, drei Stunden lang – quer durch den afrikanischen Busch. Fotografisch wurden unterwegs jedoch noch Affen, Marabu-Störche und Gelbschnabel-Tokos mitgenommen. Die lustigen Hunde mit ihren übergroßen Ohren haben wir dann einmal schlafend, zweimal spielend und rennend und später noch einmal ruhend angetroffen. Immer wieder faszinierend.

Elefanten begleitenden uns vom ersten Safaritag an. Kleine Elefanten, große Elefanten. Elefanten zum Sundowner und Hippos im Wasser. Darüber Wolkenformationen im Licht der untergehenden Sonne, von gelb bis ins tiefste Orange-Rot. Ein anderes Mal erlebten wir eine kleine Elefantenherde im späten warmen Abendlicht. Elefantenmütter mit ihren Kleinen. Umsichtig führte eine Elefantenkuh ihr Kleines ins Wasser, wo es sichtlich seinen Spaß hatte. Ich glaube, Spaß an den grünen Büschen vor einem meiner Zelte hatte des Nächtens auch der eine oder andere Elefant …

Gab es einmal keine großen Tiere zu sehen, ist es ebenso schön, die vielen kleinen und größeren Vögel, Baumhörnchen, Libellen, Schildkröten und was es sonst noch so gibt, zu beobachten und auf den Chip zu bannen. All diese hätten ihre eigene Geschichte verdient. Wie die Leopardenschildkröte, die in die tiefen Sandspuren der Jeeps geklettert war, aber nicht wirklich wieder hoch kam … ob sie heute noch der Spurrinne folgt?

Da Frauen und Katzen eine unendliche Geschichte sind, kann ich auch die vielen Löwen und Löwinnen nicht außen vor lassen.

Am traurigsten war, als wir eine Löwin auf unserer Vormittagssafari begleitet haben. Zunächst mussten wir zwar noch über ein Warzenschwein lachen, was ihr fast vor das Maul gelaufen wäre. Doch das Schwein lief um sein Leben und hatte „Schwein gehabt“. Die Löwin selbst suchte danach ihr letztes Baby, die anderen drei hatten schon die Hyänen geholt. Die relativ leisen aber sehr dunklen tiefen Rufe der Löwin sind durchdringend. Gingen mir durch den Magen. Sie findet es nicht! Nach einer halben Stunde gibt sie auf, eine weitere halbe Stunde später holt sie sich ein Impala-Baby aus dem Busch. Sie spielt mit ihm! Es ruft noch. Diesmal schrille hohe Töne. Ein paar Minuten später und ca. drei Meter von unserem Jeep entfernt, muss es als Mittagssnack erhalten – mit Hufen und Fell.

Die Lustigste Geschichte der Reise möchte ich nicht vorenthalten. Begonnen hat sie am ersten Abend. Löwe und Löwin liegen träge auf dem Boden. Die ersten Fotos sind gemacht. Dann kommt Bewegung in die Beiden. Ein kurzes Hin und Her. Ich glaube, keiner von uns hatte damit gerechnet, was folgt … die zweifache eindrucksvolle Vorführung, wie kleine Kätzchen sorry Löwen gemacht werden … Den übernächsten Abend waren wir noch einmal bei den Beiden. Sie war zunächst einige Meter voneinander entfernt. Er liegt faul und schläfrig in der Abendsonne. Sie kommt auf ihn zu und lockt ihn. Er knurrt. Einige Minuten später ein weiterer Versuch der Löwin, den König der Tiere zu animieren. Mittlerweile geht langsam die Sonne unter. Er steht auf und geht ein paar Meter weiter. Weiterer Versuch der Löwin. Ist die rollig! Aber Herr Löwe scheint Migräne zu haben und sucht das Weite. Selbst eine Herde Gnus, die sich in Reihe aufgestellt hatten, interessierte ihn nicht und er verschwand im Sonnenuntergang, seine Löwin folgte ihm … Wir haben uns noch Tage später über die beiden amüsiert.

Vergessen hätte ich bald noch unseren unvergesslichen Ausflug mit dem Boot im Okavango-Delta. Wieder kreuzt ein Elefant unseren Weg. Diesmal im Wasser, so dass man den sanften Riesen auf Augenhöhe fotografieren konnte. In einer Flussbiegung erschreckten sich vor uns eine Menge Kites, die in den Büschen brüteten. Beeindruckende Greifvögel … hunderte sicherlich. Nicht gelogen! Zwei Flussbiegungen eine weitere Vogelkolonie: Nimmersatt, Heiliger Ibis und Marabustörche mit ihren Jungen. Wieder einmal geht die Sonne unter. Beeindruckender denn je. Im glühenden Orange verschwindet sie hinterm Horizont, der Vollmond steht schon eine Weile am Himmel.

Unbedingt ist noch zu erwähnen, dass alle Guides unseren Wünschen nach diversen Fotostopps, Dauer dieser und nach der Ausrichtung des Jeeps zum Sonnenstand nach Möglichkeit immer nachgekommen sind. Ausnahmen gibt es sicherlich, wenn zum Beispiel ein Flusspferd unseren Weg kreuzte, um schnellst möglichst ins Wasser zu kommen …

Alles in allem eine irre coole Reise mit wunderbaren fast unglaublichen Erlebnissen und ebensolchen Fotos. Definitiv unvergesslich. Schwer in Worte zu fassen.

Krystina, 13.12.2015

Karte zur Reise
Video
25.11.2016