Kanada | Manitoba

7 Tage Fotoreise mit Michael Lohmann

    Den Eisbären in Churchill auf der Spur

    Nirgends auf der Welt kann man kontrastreichere Aufnahmen von Eisbären fotografieren als in den feuerroten Blumenwiesen des sommerlichen Churchill. Bei dieser Fotoreise werden Sie die beeindruckenden Belugas aus nächster Nähe erleben und mit etwas Glück Eisbären sehen, die sich im Wasser der Hudson Bay tummeln. Oder Sie fotografieren aus dem Zodiac die mächtigen Tiere, wie Sie am Ufer entspannen. Die Fotoreise in die „Hauptstadt der Eisbären“ besticht durch abwechslungsreiche Fotostandorte und eine bequeme Unterkunft.

    Michael Lohmann

    Der erfahrene Natur- und Reisefotograf bekam schon im zarten Alter von 10 Jahren seine erste Kamera. Seither ist diese von seiner Seite nicht mehr wegzudenken. Er bereist viele Länder und begeistert sich vor allem für die Landschafts- und Tierfotografie in Ostafrika und besonders den Polarregionen. Er wird Ihnen auf dieser Seite mit Rat und Tat zur Seite stehen. Mehr Informationen über Michael Lohmann finden sie unter www.ma-mo.com.

    • DIAMIR-Fotoreiseleitung durch Michael Lohmann
    • Eisbären und Belugawale aus der Nähe erleben
    • Rote Feuerlilienwiesen und Tundravegetation
    • Zodiacausflüge
    • Schnorchelerlebnisse (optional)
    • Abendliche Bildbesprechung in idyllischer Unterkunft

    Teilnehmer: 4 – 12

    14.08.2015
    • Willkommen in Churchill. Alles auf einem Bild: Das markante Hafengebäude, der größte Teil aller asphaltierten Straßenabschnitte Churchills, ein Warnschild vor dem Bären…der Blick auf die 800 Einwohner zählende Kleinststadt bei der Anfahrt vom Flughafen in die „Innenstadt“.

    • Hafen von Churchill. Wer einmal in Churchill war, wird dieses Gebäude nie mehr vergessen. Es ist wahrscheinlich im Umkreis von 100 km um Churchill immer am Horizont zu sehen. Entsprechend dominant ist das Gebäude und entsprechend reizvoll, es standesgemäß in Szene zu setzen…

    • Schlechtwettervariante Stillleben-Fotografie: Bei unseren Fotoreisen in Churchill nutzen wir die verfügbare Zeit auch für ausgefallene Motive. Hier ist es ein ausrangiertes Kraftfahrzeug, das zum Fotomotiv wurde…

    • Schrottplatz Vol. II Hier steht das Paradies der Details. Der Farben. Der Formen. Alte Autos in Hülle und Fülle und in der richtigen „Stapelung“. Genau der richtige Ort, um sich auf Motivsuche zu begeben und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Und eine willkommene Abwechslung zu den beweglichen Tiermotiven…

    • Churchill bei schlechtem Wetter…Ein altes historisches Bunkergebäude eignet sich für „available light“ / Restlichtaufnahmen. Etwas düster bis gefährlich erscheinen diese alten Tore, die in einen dunklen Gang führen. Hier im Bunker gibt es sehr viele Motive, die zur Auswahl stehen…

    • Klassisches Motiv ist der abgestürtzte Flugzeugrumpf von „Miss Piggy“. Hier speziell mit einem Aufhellblitz den Vordergrund der Pilotenkanzel ausgeleuchtet, im Hintergrund wirkt das Tageslicht den trüben Tages, um so eine Dynamik mit verschiedenen Lichtquellen und Ausblick zu erzeugen. An diesem klassischen Motiv in Churchill kann man gut mit Blitz arbeiten, testen, probieren, lernen…

    • MS Ithaca bei ruhiger See! Hier kann an die ruhige Meeresoberfläche kaum vom Himmel unterscheiden. Im grellen Tageslicht ist auch kaum ein Detail des verrosteten Rumpfes gut im Bild abzubinden. Dazu ist es zu grell. Aber dem Mythos Phantomschiff wird diese Aufnahme so erst richtig gerecht, denn man könnte meinen, dieses Schiff schwebt im luftleeren Raum…Einzig die Felsen im Vordergrund geben uns irgendeinen Hinweis, dieses Motiv einordnen zu können...

    • MS Ithaca – Dieses Schiffswrack ist beeindruckend, beeindruckend verrostet. Es bietet sich zu verschiedenen Tageszeiten und bei verschiedenen Gezeiten wunderbar als Fotomotiv an. Hier einmal in ein extrem weitwinkeliges Motiv eingebunden. Die Struktur des Himmels ist deutlich dominanter, als das Schiffswrack, was nur ganz klein im unteren Bereich in Erscheinung tritt. Andere Tageszeiten und Gezeiten geben Möglichkeiten, dieses Motiv auch ganz anders in Szene setzen zu können.

    • MS Ithaca – Ganz andere Stimmung, ganz anderes Licht. Abend bei Ebbe am Wrack. Die rostigen Überreste des Schiffs sind so viel intensiver ins Bild zu bannen. Ganz flaches Licht macht es möglich…

    • MS Ithaca im Abendlicht mit Vordergrund. Unscharf. Dafür ist der Schiffsrumpf bestens in Szene gesetzt. Abendstimmung bei Ebbe.

    • MS Ithaca mit fast gleicher Einstellung. Nur in diesem Fall ist der Focus auf die drei beeindruckenden Blümchen im Vordergrund scharf gerichtet und das Wrack verwischt im Hintergrund. Arbeit mit Blende und mit Tiefenschärfe kommen hier extrem gut zur Wirkung. Möglichkeiten, die sich bei einer Fotoreise nach Churchill ebenso bieten.

    • Spielen mit Licht! Fotografieren im richtigen Augenblick. Hier eine der wenigen zaghaften Blüten, die es in Churchill im Sommer zu sehen gibt. Im richtigen Spiel zwischen abendlich weichem, warmen Licht und Schatten.

    • Selten in Churchill zu sehen: Blumen und üppig grüne Wiesen. Hier ein ideales Fotomotiv, um auch mal mit der Tiefenschärfe experimentieren zu können.

    • So sieht der „Arbeitsplatz“ beim Fotografieren der Belugawale aus: Ein der Dünung folgendes Schiff mit reichlich Platz zum „sich bewegen“. Aber ein Stativ kann man unter diesen Umständen nicht nutzen. Und das schwierigste ist VORHER den richtigen Zeitpunkt und Ort ausfindig zu machen, an dem der Beluga wieder aus der Wassertiefe auftauchen wird…

    • Arbeitsbedingungen bei der Belugafotografie…Geduld und eine ruhige Hand, die dann aber schnell ist, wenn die Tiere plötzlich auftauchen – das sind die Fähigkeiten, die bei der Belugawalfotografie von Vorteil sind! Chancen zum Fotografieren gibt es im Sekundentakt…

    • Die Herausforderung für Fotografen: Schnelligkeit und der richtige Moment. Die massiven, eindrucksvollen Belugawale kommen höchst selten mit dem Kopf aus dem Wasser… Diesen Moment muss man erwischen. Oder eine andere eindrucksvolle und dynamische Wahl des Bildaufbaus mit Wal… Nah genug kann man die Tiere beobachten, oft auch mehrere hundert auf ein Mal.

    • Herausforderung „springender Belugawal“. Es ist extrem schwierig, genau den richtigen Moment abzupassen, in dem ein Beluga aus dem Wasser auftaucht. Gelegenheiten dazu bietet Churchill reichlich. Und sie sind auch nötig. Bis der perfekte Moment im Bild eingefangen ist, vergehen viele Versuche. Und mit steigendem eigenen Anspruch, geht dieses „Spiel“ stets weiter… kürzeste Verschlusszeiten und lange Brennweiten und das alles aus der Hand fotografiert sind hier die erschwerend hinzukommenden Rahmenbedingungen.

    • Belugawale – Wohin das Auge reicht. Rings um das Schiff - welches sich mitten auf der Hudsonbucht befindet – drängen sich hunderte dieser Wale. Ein Paradies für Tierbeobachter und für Naturfotografen. Nirgends auf der Erde kann man wohl Belugas besser beobachten als in Churchill im Sommer…

    • Typischer Anblick einer glücklichen Eisbärenbeobachtung im sommerlichen Churchill: Ein oder zwei Eisbären liegen ruhig auf einem Felsen, den man von einem Ausflugsboot oder Zodiak aus vielleicht in 100 m Entfernung beobachten kann. Hier ist nicht viel „action“, hier ist Glück oder Geduld gefragt, ob sich der Bär mal bewegt…

    • Ein Eisbär, und was für einer… Endlich, nach mehr als 2 Stunden geduldigen Wartens kommt der träge Bär doch noch in Schwung und nimmt ein erfrischendes Bad in der Hudson-Bucht. Und unsere Fotogruppe im eigenen Schlauchboot hat mit etwa 20 m Abstand „ideale“ Bedingungen. Der Seegang reicht aus, das man stets nur aus der Hand fotografieren „muss“. Die extrem niedrigen Fotostandpunkte lassen diesen dramatischen Blickwinkel mit gekonnt in Szene gesetzten Unschärfen entstehen. Auf diese Fotomotive muss man in Churchill aber oft extrem lange warten, manchmal hat man solche eindrücklichen Erlebnisse leider garnicht…

    • Ein stolzer Eisbär mit direkten Blick zum Betrachter. So eine Aufnahme zieht den Betrachter ganz anders ins Motiv hinein, als wie es andere Motive tun würden…. Bei richtiger Belichtung sind sowohl die Fellstrukturen deutlich scharf zu sehen, als auch die eher dunklen Augenpartien. Eine Herausforderung für den Fotografen.

    • Zwei Eisbären! Mutter und Jungtier…. Immer gut als Fotomotiv geeignet. Und das noch im Wasser - Was für ein Glück! Denn das Jahr 2015 war in Churchill nicht wirklich üppig mit Eisbären. Kommen sonst etwa 200 – 300 Eisbären in der Region Churchill im Sommer vor, so waren es 2015 erstaunlicherweise nur etwa 80 Exemplare. Klima und Eisverhältnisse sind für diese Veränderungen verantwortlich. Umso schöner, so ein Motiv dennoch gefunden zu haben…

    • Zwei Eisbären! Warten auf den richtigen Augenblick. Ganz wichtig bei der Tierfotografie – die Interaktion zwischen Mutter und Kind und die sensiblen Umgangsformen sind extrem schwer im Bild einzufangen. Für den richtigen Augenblick braucht es Geduld, Glück, das richtige Auge und natürlich auch Kenntnisse, seine Fotoausrüstung richtig einzusetzen und mit großen Brennweiten Aufnahmen umsetzen zu können, die dem Schärfeanspruch gerecht werden…

    • Ein Eisbär! Und der schüttelt sich noch…. Eine typische Geste, auf die man oft gezielt warten muss, um dann, im richtigen Moment die richtige Aufnahme einfangen zu können. Denn nur dann spritzt das abgeschüttelte Wasser so eindrucksvoll durch die Luft wie in diesem Motiv…

    • Nach dem Baden… Die beiden Eisbären haben ihre Schau-Einlage im Wasser beendet und trotten zurück an Land. Das abtropfende Wasser ist dabei für den Fotografen eine besondere Chance, eindrucksvolle Bilder mit Dynamik zu fotografieren

    Kanada – Churchill – Fotoreise zu den Belugawalen & Eisbären

    von Jörg Ehrlich

    Eisbären sind immer wieder sehr beeindruckend zu sehen. Das größte Landraubtier der Welt ist in der sogenannten „Eisbärenhauptstadt Churchill“ natürlich Hauptziel Nummer 1. So auch bei der diesjährigen Fotoreise zu den Belugawalen und den Eisbären. Und es war natürlich spannend, denn die Eisbären haben sich 2015 ein wenig rar gemacht in und um Churchill. Doch es gibt sie nach wie vor. Meistens lümmeln sie faul auf den Felsblöcken unweit des Ufers der Hudson-Bucht und warten auf die kalte Jahreszeit. Und doch wir haben sie gefunden und auch auf Bildern festhalten können.

    Doch Churchill ist mehr, als nur Eisbären zu beobachten. Sehr beeindruckend waren vor allem auch die vielen flinken und reinweißen Belugawale, die teilweise in Gruppen zu hunderten Tieren um unser 26m langes Erkundungsboot sprangen. Manchmal nur 2 Meter neben dem Boot, oft auch gleich dem Kiel hindurchtauchend. Für unsere Teilnehmer der Fotoreise war es natürlich eine Herausforderung, die Tiere in beeindruckender Pose ins Bild bannen zu können. Doch es ist uns gut gelungen…. Einige Bilder habe ich in der angefügten Galerie genauer beschrieben. Meistens tauchen die Wale ja nicht mit dem Kopf aus dem Wasser auf und man sieht nur den Rücken….    

    Natürlich durften auch die „Klassiker“ in Churchill nicht fehlen. Wunderbar in fotografische Szene konnten wir das alte Wrack der MS Ishaca setzen. Ob bei weichem abendlichen Licht, ob bei Ebbe zwischen Steinhaufen, ob bei Flut und spiegelglatter Meeresoberfläche – ein echter „Hingucker“. Ebenso das Flugzeugwrack „Miss Piggy“, das gerade bei trübem Wetter immer eine willkommene Abwechslung bietet. In diesem Jahr war es besonders die Kanzel, die uns zum Fotografieren eingeladen hatte. Mit Aufhellblitz und verschiedenen spannenden Weitwinkelausschnitten gelangen sehr stimmungsvolle Bilder. Ähnlich stimmungsvoll in Szene konnten wir auch die verschiedenen alten Autos setzen, die sich an einigen Stellen in Churchill finden lassen. Stillleben der besonderen Art.

    Selbstverständlich nutzten wir die meisten Tage und die meiste Zeit, um auf dem Wasser nach Belugas und vor allem Eisbären Ausschau zu halten. Und dann mit viel Geduld zu warten, ob sich bei den Eisbären doch noch eine spannende Bewegung, eine Wanderung oder gar ein kühlendes Bad beobachten lässt. Am vorletzten Tag hatten wir dann endlich das Glück, was man als Tier- und Naturfotograf eben ab und zu benötigt: Nach mehr als 2 Stunden geduldigem Warten in einem kleinen Schlauchboot ist es dann doch soweit…   Der Eisbär bewegt sich, er wird aktiv. Und geht mit seinem Jungtier gemeinsam im schönen Abendlicht baden. Und wir können das ganze aus unserem sehr schönen niedrigen Standpunkt mitverfolgen und natürlich fotografieren. Da schlagen die Herzen der Fotografen natürlich höher. Für solche Momente nimmt man ja eigentlich die beschwerliche Reise an dieses entlegene Ende der Welt auf sich – fast zum Greifen nahe Motive von Eisbären beim Baden oder beim rumtollen. Ein unglaubliches Erlebnis. Churchill ist einfach eine Reise wert und die Erlebnisse, die man hier mit etwas Geduld und Glück in Bilder einfangen kann, sind unvergesslich. Die Eisbärenhauptstadt ist wieder einmal ihrem Namen voll gerecht geworden. Wieder einmal klingt es so selbstverständlich, es war wirklich Glück des Tüchtigen, denn es war die letzte Ausfahrt mit dem Schlauchboot, die diese Fotoreise doch noch so exzellent bereicherte, das jeder Teilnehmer begeistert aus Churchill nach Hause fährt und die Erlebnisse mit den Eisbären für immer im Fotografenherzen mit sich trägt….

    Natürlich wird es auch 2016 wieder eine Fotoreise Churchill geben. Gegenwärtig wird der Fotoreisen-Katalog gerade vorbereitet. Voraussichtlich wird die Reise vom sehr erfahrenen Polarexperten Michael Lohmann geleitet werden und Mitte August 2016 im Programm sein. Eine unbedingte Empfehlung für Eisbären- und Spitzbergenliebhaber: Churchill! 

    Es war mir eine große Freude, die Fotoreise Churchill 2015 leiten zu dürfen. Sehr gern komme ich wieder! Vielen Dank an Wally Daudrich und sein flexibles Team in der Lazy Bear Lodge, ohne die diese Reise so nicht umsetzbar gewesen wäre. 

    Jörg Ehrlich

    www.joerg-ehrlich.de 

    Karte zur Reise